Der Amerikaner Gian Fulgoni (Comscore) stellt sich hier die interessante Frage, wieso die Auslieferung von Anzeigen in Suchmaschinen nur 3-mal so langsam wächst, wie die Anzahl der Suchanfragen. Während die Suchen in den USA während der letzten zwei Jahre um 68% anstiegen, nahmen die bezahlten Klicks im selben Zeitraum lediglich um 18% zu. Als Begründung führt er an, dass der Anteil von Suchergebnisseiten, welche bezahlte Anzeigen enthalten, von 64% auf 51% zurückgegangen ist. Doch woran liegt dies?
Ein Grund sei, dass Suchmaschinen immer exakter arbeiteten und bemüht wären, dem Nutzer lediglich relevante Anzeigen auszuliefern, was per se zu einer Verknappung führe. Als weiteren – sehr spannenden – Faktor hat er jedoch die Tatsache identifiziert, dass User immer mehr dazu lernten und Suchanfragen immer länger würden, also statt einem oder zwei aus einer Vielzahl von Keywords bestünden. Diese Suche “à la long tail” reduziere allem Anschein nach die Wahrscheinlichkeit, dass Werbetreibende ihre Anzeigen auf den entsprechenden Ergebnisseiten unterbringen, weil SEM-Strategien wie “exact match” oder “negative match” die Auslieferungen einschränken.



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