• deutsch
  • english

AdWords-Anzeigen mit Formularfunktion

Nachdem Google seinen Anzeigenkunden schon mit der Sitelinks-Erweiterung ein Schmankerl bereitgestellt hat, steht in den USA nun ein neues Feature in einer Beta-Version für einen ausgewählten Personenkreis zum Test bereit.

Adwords-Anzeigen lassen sich durch ein Formular erweitern, das aufklappt, sobald der User auf ein Plus-Zeichen klickt, welches sich neben einer entsprechenden Call-to-action-Zeile befindet. Das Formular lässt sich sofort auf der Ergebnisseite ausfüllen und absenden:

adwords_mit_formular

Folgende Bedingungen gelten laut Google für die Integration von Formularen:

1. Nur Anzeigen auf der Top-Position können ein Drop-down-Kontaktformular integrieren
2. Leads werden während der Testphase mit dem maximalen CPC-Gebot bezahlt
3. Google sammelt die Telefonnummern und Namen aus den Kontaktformularen
4. Neben Basisinformationen wie Name, Adresse, Telefonnummer etc. können Anzeigenkunden bis zu drei weitere, frei definierbare Fragen in das Formular integrieren
5. Google blendet „alle“ oder „einige“ der eigenen Fragen ein, basierend auf einem nicht näher beschriebenen Qualitätsalgorithmus
6. Derzeit kann der Interessent nur seine Telefonnummer hinterlassen – die Generierung von Leads per E-Mail oder Live-Chat ist für die Zukunft angedacht

Die Funktionsweise dabei ist wie folgt: der User füllt das Formular aus und klickt den „Give me a call“-Button. Daraufhin wird der Lead an Google(!) übermittelt. Hier wird die Anfrage des Kunden mit einer Lead-ID versehen und an den Werbetreibenden weitergeleitet. Allerdings kann dieser nun keinen direkten Kontakt mit dem Interessenten aufnehmen – es muss eine spezielle Google-Telefonnummer angerufen werden, und von dort wird man dann mit seinem potenziellen Neukunden verbunden.

"Datenkrake Google" lautet das Resümee des aktuellen Spiegel-Titelthemas. Funktionen wie die eben beschriebene dürften dazu beitragen, dieses Image weiterhin aufrecht zu erhalten ... inwieweit dieser Service (von Werbetreibenden und deren Interessenten) angenommen wird, bleibt abzuwarten; dass die Anzeigenkunden nicht über ihre eigenen Leads verfügen dürfen bzw. diese mit Google teilen müssen, wird wohl zumindest für weitere Diskussionen sorgen.



Schreibe einen Kommentar





Erforderliche Felder sind mit (*) markiert.