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Twitter im Affiliate-Marketing – Muss oder Kann?

Wer geschäftlich twittert, weiß: wichtige Informationen auf 140 Zeichen zu begrenzen, kann eine echte Herausforderung darstellen. Dennoch – gerade im Affiliate-Bereich ist Twitter inzwischen ein oft genutztes Kommunikationsmedium für diverse Ankündigungen von Programmbetreibern und/oder deren Agenturen.

Doch was macht einen guten Tweet aus und für welche Themen ist er geeignet? Liest ihn überhaupt jemand und wie kann man für mehr Aufmerksamkeit sorgen?

Von ungebrochenem Interesse sind die aktuellsten Angebote des Merchants wie Gutscheinaktionen, Provisionserhöhungen, neue Werbemittel, attraktive Gewinnspiele oder Raff-Rallys. Dazu integriert man am besten den direkten Internetlink zur Partnerprogrammseite des Anbieters oder dessen Shop. Idealerweise werden hierzu Kurz-URLs von Anbietern wie bit.ly oder tinyurl.com verwendet um Platz zu sparen.

Auch den Schreibstil muss man gezwungenermaßen anpassen: sachlich bleiben, Füllwörter vermeiden, auf den Punkt kommen. Ratsam ist zudem, den Tweet mit dem betreffenden Programm bzw. der Marke zu beginnen. Außerdem kann man gerade bei Angaben wie Datum, Preis etc. wertvolle Zeichen sparen. Jeder versteht es, wenn „Aktion gültig bis 31. Mai 2010“ zu „Aktion bis 31.5.10“ schrumpft, es € statt EUR heißt oder Gutscheincode mit GC abgekürzt wird.

Ein nicht unbedenklicher Nebeneffekt des Twitterns ist, dass Suchmaschinen wie Google jeden Tweet anhand einer eigens zugewiesenen URL indizieren. Das hat zwar den Vorteil, dass man mit seinen Statements recht weit oben in den Suchergebnissen angezeigt wird, sofern man aktiv twittert. Es muss allerdings auch bedacht werden, dass die Tweets über viele Jahre im Netz verbleiben, weshalb Belanglosigkeiten oder gar fehlerhafte Informationen dringend zu vermeiden sind. Ein gänzliches Tabu ist es, Spamming zu betreiben, denn das könnte eine dauerhafte Sperrung des Accounts zur Folge haben.

Vor dem eigentichen Schreiben stellt sich natürlich die Frage, wer den Tweet lesen soll und wie man sich der richtigen Zielgruppe nähert. Ein Tweet ist nur dann etwas wert, wenn er durch (die am Affiliate-Marketing interessierten) Follower gelesen – und im besten Falle sogar weiterempfohlen – wird. Es gilt daher stets die Devise „Qualität vor Quantität“.

Auf der Homepage von Twitter kann man im Suchfeld potentielle Follower ermitteln. Einfach „Affiliate Marketing“ als Suchbegriff eingeben und es erscheinen nahezu unendlich viele Tweets zu diesem Thema. Derzeit findet man so vor allem englischsprachige Beiträge – möchte man den Personenkreis auf Deutschland begrenzen, empfiehlt sich eine Seite wie „Twellow“, die „Gelben Seiten“ des Twitterns. Dort lässt sich ebenfalls nach dem Thema „Affiliate-Marketing“ suchen, zusätzlich kann man jedoch die Location auf „Germany“ einstellen.

Um seinen Kreis an Followern nun weiter auszubauen tritt man am besten mit interessanten Twitterati in Kontakt, indem man deren Beiträge verlinkt, sich in Diskussionen einschaltet und anderen Personen hilft, beispielsweise durch Beantwortung ihrer Fragen zum Thema Affiliate-Marketing.
Auf diese Weise baut man sich im Laufe der Zeit einen gewissen Vertrauensstatus bei Twitter auf, und das hat den angenehmen Effekt zur Folge, dass gerne auf die Links der eigenen Tweets geklickt wird.

Um sich generell einen Namen bei Twitter zu machen und auch um gefunden zu werden, ist es hilfreich seinen Twitter-Usernamen bei allen möglichen Gelegenheiten zu erwähnen, sei es in der E-Mail-Signatur, auf der eigenen Webseite, im eigenen Blog, in eigenen Social-Media-Accounts wie Facebook/Xing, natürlich im persönlichen Gesprächen und auch auf der guten alten Visitenkarte.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Attraktivität eines Tweets mit der darin enthaltenen Message steht und fällt. Je aktueller, interessanter, kreativer, desto mehr Follower brennen darauf, den nächsten Tweet zu erhalten und abonnieren ihn im besten Falle sogar. Dieses Medium sollte man im Rahmen seiner Affiliate-Aktivitäten daher nicht stiefmütterlich behandeln, sondern regelmäßig und sorgsam pflegen.



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