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Was Frauen mögen? Online-Shopping!

Shopping ist bekanntermaßen ein vor allem bei Frauen allseits beliebtes Thema. Mittlerweile zeigt sich, dass auch für den Online-Bereich gilt: Frauen kaufen lieber ein als Männer. Diese Tatsache ist auf den ersten Blick allerdings eher überraschend, da das Thema eCommerce grundsätzlich eher von Männern beherrscht wird. Allerdings kommt es darauf an, was im Internet geordert wird: während Dienstleistungen eher von Männern präferiert werden, haben Frauen bei der Online-Bestellung von Waren ganz klar die Nase (oder in diesem Fall die Kreditkarte) vorn.

Ein Bild von einem Klischee? Nicht unbedingt ...

Ein Bild von einem Klischee? Nicht unbedingt ...

Im vergangenen Jahr wurden 61,35% aller Transaktionen in europäischen Warenshops von Frauen getätigt – das hat der E-Retail-Report der Deutschen Card Services ergeben, welcher bereits im dritten Jahr in Folge erschienen ist. Die Daten, welche dieser Untersuchung zugrunde liegen, basieren auf realen Kaufvorgängen, die über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt worden sind, wobei die Datengrundlage bei ca. 8 Mio. Transaktionen liegt.

Dieser Sachverhalt dürfte vor allem Online-Händler brennend interessieren. Zum einen wird deutlich, dass Online-Shopping weiter an Bedeutung zunimmt und im alltäglichen Gebrauch verankert ist. Es gibt also nach wie vor große Potentiale für Händler, die es abzuschöpfen gilt. Zum anderen stellen sich in diesem Zusammenhang aber auch die Fragen, wie man die Käufer(innen) noch gezielter anspricht, wie Kunden bedient werden können, wie man ihnen ein besonderes Online-Shoppingerlebnis beschert, wie nicht nur Neu-Kunden generiert, sondern auch Bestandskunden gebunden und reaktiviert werden können.

Interessenten "einfangen"? Macht man heute mit Targeting ...

Interessenten 'einfangen'? Macht man heute mit Targeting ...

Der erste Anspruch für Händler ist es, die Interessenten gezielt auf ihre Shops zu führen. Gerade in diesem Zusammenhang wird das Thema Targeting für Händler eine besondere Rolle einnehmen. Es gilt, die „richtigen“ Produkte dem Interesse des Endkunden entsprechend zu platzieren, um ihn so gezielt anzusprechen, seinen Bedarf zu wecken und schließlich zum Shop weiterzuleiten. Dabei gibt es diverse Möglichkeiten mit dem Thema Targeting zu spielen.

Hat ein User z. B. bereits ein Produkt in einem Shop gekauft, kann er mit Produktempfehlungen in einem Banner später wieder angesprochen und auf die Seite des Shops zurückgeführt zu werden. Ein Matching kann zum einen über den Vergleich der Produktkäufe anderer User oder anhand der eigenen Kaufgewohnheiten erfolgen. Auf der anderen Seite können Produkte, bei denen der User den Bestellprozess nicht abgeschlossen hatte, nochmals präsentiert werden. Es eröffnen sich für Shopbetreiber also vielfältige Möglichkeiten, welche innerhalb der Werbemittel umgesetzt werden können.

Es genügt jedoch nicht, die User auf die eigene Seite zu führen, denn man sieht sich mit weiteren Herausforderungen und Fragen konfrontiert: Was kann ich als Händler tun, um die wachsenden Ansprüche meiner Kunden im Bereich des Shoppings zu erfüllen? Es gibt bereits einige interessante Ansätze, wie z. B. bei Windowshop, einem bereits vor etwas mehr als einem Jahr gelaunchten Shop von Amazon. Unter dem Motto „Lose Yourself In Amazon And Find What You’ve Been Missing“ wird dem User ein multimedialer Schaufensterbummel am Bildschirm ermöglicht. Für den Kauf selbst wird der User dann direkt auf die Amazon-Seite weiterverlinkt. Der Online-Shop zeigt seine Besonderheit darin, dass er dem User neue Ideen und Einfälle bietet und ihm zeigt, was er „braucht“ und ihn nicht erst in der Phase der konkreten Suche anspricht.

Es wird deutlich, dass dem User Produkte in einer zunehmend multimedialen Darstellung angeboten werden. Händler greifen also auf die Nutzung von Ton- und Bildmaterial zurück, um die Produkte zu präsentieren. Dies wird auch in einem Showcase von T-Systems deutlich, in dem ein Online-Shop für Globetrotter erstellt wurde, der die Produktpräsentation durch multimediale Inhalte (wie z. B. Videos) anreichert. Zusätzlich wird die Möglichkeit genutzt, die Produkte mit personalisierten Avataren vorzuführen, um so die Vorstellung der Kunden zu unterstützen.

Der Fokus liegt bei der Produktdarstellung also nicht mehr auf einem rein informativen Charakter, sondern es bildet sich neben diesem noch ein zweiter Anspruch heraus. Nämlich der, das Produkt für den Nutzer greifbarer zu machen und in einer erlebbaren Form an ihn heranzutragen.

Zukünftig werden sich auch andere Online-Shops damit auseinandersetzen müssen, ihren Nutzern einen Mehrwert in ihrem Shop zu bieten. Einerseits um sich wirkungsvoll zu differenzieren und andererseits, um aus Usersicht relevanter zu werden. Im Fokus dabei dürften – wie im realen Leben auch – die Frauen stehen ...

Quellen/weiterführende Links:

. Resume/Download E-Retail-Report
. Social Commerce – Mode 2.0 am Beispiel Case H&M
. Shopping der Zukunft?
. T-Systems macht Videoclips zu Einkaufsshops
. Showcase T-Systems für Globetrotter



1 Kommentar

  1. […] Männerprodukten Sinn machen kann Frauen im Rahmen der Werbekampagne anzusprechen haben wir bereits hier und dort erläutert. Immerhin 70 bis 80% aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen oder […]


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