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Webseiten-Ladegeschwindigkeit wird zum Google-Ranking-Faktor

Wie Google kürzlich offiziell berichtete wird zukünftig die Zeit, die eine Webseite zum Download benötigt, in den Algorithmus der Ranking-Berechnung einfließen. Mehrere hundert bestehende Ranking-Faktoren erhalten damit den lang erwarteten Zuwachs, der jedoch nicht jeden Webmaster oder Seitenbetreiber vor Freude strahlen lassen wird.

Die Webseiten-Ladegeschwindigkeit wird an der Zeitspanne bemessen, die eine Webseite benötigt, komplett ausgeliefert zu werden. Hierzu zählt der HTML Quellcode genauso wie Grafiken, JavaScripte  oder gar oder durch Dritte eingebundene Werbeanzeigen. Google zieht hierbei die Grenze zwischen "gut" und "schlecht" bei 1,5 Sekunden. Die entsprechende Auswertung innerhalb der Google Webmaster Tools sieht wie folgt aus und ist unter "Google Labs / Website-Leistung" zu finden.

Google Website Leistung

Da Google wie so oft auch diese Neuerung auf dem heimischen Markt testet, wo vorerst nur bis zu ein Prozent der Suchergebnisse unter Einfluss des neuen Ranking-Faktors stehen sollen, können deutsche Shop- und Seitenbetreiber wohl vorerst aufatmen und die Zeit nutzen, die Auswirkungen in den USA detailliert zu betrachten.

Ins besondere stellt sich aus unserer Sicht die Frage, wie stark sich der neue Ranking-Faktor "Webseiten-Ladegeschwindigkeit" auf die Webseiten unserer Kunden im positiven wie negativen Sinne auswirken kann. Mit anderen Worten: Wird eine schnellere Webseite belohnt oder eine langsamere bestraft? Nutzt Google ausschließlich den Schwellenwert von 1,5 Sekunden zur Unterscheidung zwischen schnell und langsam oder werden ggfs. weitere Abstufungen in die Ranking-Berechnung einbezogen?

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich die Funktion "Website-Leistung" in einem experimentellen Status befindet. Die Leistungsdaten werden mittels der Google-Toolbar gemessen und sollten somit prinzipiell stimmig sein. Bei der Betrachtung der Auswertung zur Ladegeschwindigkeit dieses Blogs im o.a. Bild regen sich jedoch Zweifel – derartige Schwankungen ohne technische Änderungen sind nicht erklärbar. Ist daher davon auszugehen, dass Google zwar den neuen Faktor in seine Ranking-Berechnung einbezieht, diesen aufgrund des experimentellen Status der zugrunde liegenden Messmethodik allerdings derart gering gewichtet, dass er keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ranking haben wird?

Fazit:

Auch wenn die Meldung bereits lange erwartet wurde und nun doch mit Pauken und Trompeten einschlägt – es ist nicht davon auszugehen, dass leichte Defizite der Ladegeschwindigkeit zu einer wesentlichen Verschlechterung der Rankings führen wird. Details zu den potentiellen Auswirkungen und aufgeworfenen Fragen werden in den kommenden Wochen bekannt werden.
Heute steht jedoch bereits fest, dass der Nutzermehrwert ein maßgeblicher Faktor der Suchmaschineoptimierung ist und auch in Zukunft sein wird. Und Google unterstreicht diese Einstellung nun nochmals eindrucksvoll.

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3 Kommentare

  1. […] seine Usability-Offensive konsequent fort und geht nach Webseiten mit überdurchschnittlich hoher Ladezeit nun gegen solche vor, welche im sichtbaren Bereich ohne vorheriges Scrollen nicht ausreichend […]

  2. […] seine Usability-Offensive konsequent fort und geht nach Webseiten mit überdurchschnittlich hoher Ladezeit nun gegen solche vor, welche im sichtbaren Bereich ohne vorheriges Scrollen nicht ausreichend […]

  3. Tim sagt:

    Hey,
    die gleichen Schwankungen kann ich auch bei den Seiten in unserem Portfolio berichten.

    Bei vielen Seiten sind auch – trotz ca. 300 Views / Tag keine Daten erfasst.

    Du sagtest die Daten werden über die Toolbar gemessen. Dann kommt es im Endeffekt doch auf die leitung des Users an, oder? Wenn er in dunkeldeutschland in einem kleinen Dorf hinter ISDN sitzt, der jugendliche nebenbei 20 Torrents zieht oder er hinter einer T1 in der Firma sitzt.. jedes mal komplett unterschiedliche Werte.
    Vielleicht daher die Schwankungen?!

    lg


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