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Online Shopping wird noch sozialer

Die Erkenntnis, dass soziale Umfelder im Internet auch verstärkt zur Leadgenerierung geeignet sind, wird nach und nach von immer mehr Unternehmen genutzt und führt zu unterschiedlichsten Umsetzungen im Web.

Die Einführung des webweiten Like-Buttons, die durch die Open Graph Technologie ermöglicht wurde, birgt für einige Firmen neue Möglichkeiten, wie z. B. Facebook für eigene Abverkaufsziele einzusetzen. Levi Strauss & Co. hat bereits Ende April als einer der ersten Retailer ein Shopping Modul auf Facebook integriert, welches den Fans in Verbindung mit dem Like-Button einen Mehrwert verspricht. Jeans, die von den Facebook-Usern gemocht werden, präsentiert Levi’s im so genannten Friend Store auf der eigenen Webseite. Dort können eingeloggte Facebook-User dann erkennen welche Artikel allgemein die beliebtesten sind (everyone likes), aber vor allem welche Produkte von ihren Freunden gemocht werden. Wie genau das funktioniert, kann man in diesem Video sehen.

Pioneer beim F-Commerce - Levi's

Die Bedeutung dieser Entwicklung wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass 57% der Konsumenten Rezensionen anderer Kunden als Recherchequelle vor einer Online-Kaufentscheidung zu Rate ziehen und solchen Rezensionen bereits heute ein höherer Stellenwert zukommt als Einkaufsberatern und Verkäufern. Der Like-Button von Facebook ist zwar bei weitem keine ausführliche Produktrezension, wie man sie z. B. von Amazon kennt, allerdings stellen 39% der Konsumenten genau diese verfassten Rezensionen in Frage, da nicht erkennbar ist, ob es sich bei dem Verfasser tatsächlich um einen realen Kunden handelt, oder ob die Bewertung des Produktes lediglich werbliche Zwecke verfolgt. Inhaltlich sagt der Like-Button deutlich weniger aus, aber da man erkennen kann, welche Personen, oder noch besser: welche Freunde, die man sogar real kennt, das Produkt mögen, besitzt dieser Button einen äußerst hohen Glaubwürdigkeitsfaktor.

Das Einkaufen über Facebook hat mit „F-Commerce“ sogar schon einen eigenen Namen bekommen. Als Subkategorie vom E-Commerce wird mit F-Commerce explizit der Einkauf über Facebook bezeichnet. Wenn man die aktuellen Nutzerzahlen und die Wachstumskurven der Plattform selbst betrachtet, wird schnell klar, welche Bedeutung F-Commerce erlangen kann. Besonders die schnelle Verbreitung von Angeboten durch Weiterempfehlungsfunktionen spielt auf der Plattform eine bedeutende Rolle.

Die gestiegene Glaubwürdigkeit der Möglichkeiten im E-Commerce hat bereits seit längerem dazu geführt, dass die Dauer der persönlichen Recherche sich bei vielen Konsumenten deutlich verlängert hat. Bis zu einer Woche dauert die Recherchephase heute bei ca. 60 % der Konsumenten, bevor eine endgültige Kaufentscheidung getroffen wird. Dabei werden durchschnittlich vier bis sieben Rezensionen gelesen. Nur ca. 30% der Käufer treffen ihre Entscheidung innerhalb weniger Stunden.

Außerhalb des F-Commerce sind Produktbewertungen auf Händlerseiten aber nach wie vor ein entscheidendes Kriterium, die Käufer für ein Produkt zu begeistern und sie letztendlich zur Kaufentscheidung zu bewegen. Auch wenn die Glaubwürdigkeit der Rezensionen manchmal angezweifelt wird, gibt fast die Hälfte der Konsumenten an die Webseite wieder zu verlassen wenn dieser user-generierte Content fehlt. In diesen Fällen findet der Kaufprozess somit nicht mehr auf der Händlerseite statt. Die Händler müssen die Bedeutung ihrer eigenen Webseite als Absatzkanal entdecken und auch lernen, welche weiteren Plattformen (z. B. Facebook oder Amazon) als Vertriebsweg relevant sind, um dort geeignete Kommunikationsmöglichkeiten für die Kunden untereinander, aber auch direkt zum Unternehmen, zu schaffen.

Empfehlungen sind heute einfacher denn je – sie sind nur einen Klick entfernt. Die Bedeutung von Empfehlungen nimmt im Zeitalter des Informationsüberflusses deutlich zu. Unternehmen müssen ihren Kunden überall und jederzeit die Möglichkeit geben ihre Produkte weiter zu empfehlen!

Quellen:

Emarketer.com

Dmnews.com

Marketingpilgrim.com

Digitalbuzz

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2 Kommentare

  1. […] oder anderen Stelle die Entwicklung von eCommerce in Verbindung mit Social Media angeschaut (z. B. hier oder hier). Regelmäßig hört man von weiteren erreichten Meilensteinen, auf deren Einführung man […]

  2. Christian sagt:

    Habe heute gelesen, dass auch Disney im F-Commerce aktiv ist und über Facebook Tickets für Toy Story 3 verkauft (http://socialcommercetoday.com/screenshots-disney-does-f-commerce-5-lessons-for-brands/). Scheint also tatsächlich grade ein sehr angesagtes Thema zu sein. ;-)


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