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Wie funktioniert eigentlich Splittraffic-Testing?

Bei der Optimierung von Conversion-Rates handelt QUISMA nach dem Motto „Durch Testen zum Besten“. Im Detail heißt dies, dass durch den Test verschiedener Varianten einer Website oder einer Landingpage herausgefunden wird, welche Version zu mehr Conversions führt.

Was sich in der Theorie recht simpel anhört, ist in der Praxis eine echte Herausforderung. Es ist nicht damit getan, eine Woche lang die Landingpage zu ändern und dann die Conversion-Rate mit der „historischen“ Conversion-Rate der Vorwochen-Landingpage zu vergleichen. Es gibt viele Faktoren, die einen großen Einfluss auf die Conversion-Rate haben können, aber mit der eingesetzten Landingpage nicht im Zusammenhang stehen.

Einige dieser externen Faktoren sind beispielsweise:

  • Schwankungen durch Wettereinflüsse, Ferienzeit, Feiertage oder Großveranstaltungen
  • Saisonale Schwankungen, z. B. bei KfZ-Versicherungen im Herbst
  • Besondere Werbeaktionen (u. a. Fernsehwerbung und Printanzeigen)
  • Preisänderungen (auch bei Mitbewerbern)
  • Berichterstattung über das beworbene Produkt

Ein Vergleich solcher historischen Daten hat deshalb nie eine Aussagekraft. Die oben genannten Faktoren können eine Conversion-Rate viel stärker beeinflussen, als es die meisten Änderungen an einer Landingpage ermöglichen.

Der eine hier, der andere dort - Splittraffic eliminiert externe Faktoren

Die Lösung für dieses Problem nennt sich „Splittraffic-Testing“. Hierbei werden alle Varianten, die gegeneinander getestet werden, gleichzeitig an die Website-Besucher ausgeliefert. Jedem Besucher wird dabei eine zufällige Variante der Webseite oder Landingpage angezeigt. Zudem erhält der Besucher einen Cookie, über den er eindeutig identifiziert werden kann. Dieser Cookie hat dabei mehrere Aufgaben:

1. Wenn der Besucher einen Conversion-Punkt oder einen definierten Zwischenschritt erreicht, wird diese Conversion der Testvariante zugerechnet, die der Besucher auch tatsächlich gesehen hat.

2. Es wird sichergestellt, dass jeder Besucher immer dieselbe Variante angezeigt bekommt. Ein Besucher, der also zwei Mal auf ein Werbemittel klickt oder später über einen anderen Kanal auf die selbe Landingpage kommt, wird nicht durch unterschiedliche Varianten verwirrt.

3. Der Besucher wird für einen gewissen Zeitraum (in der Regel 30 Tage) von anderen Tests automatisch ausgeschlossen, damit er nicht durch zu viele Änderungen an der Seite verwirrt wird.

Die in dieser Form generierten Messdaten sind von vielen Schwankungen bereinigt und geben aussagekräftig darüber Auskunft, welche Testvariante eine höhere Conversion-Rate hat. Für die Beurteilung (auch über mehrere Testrunden hinweg), welche Variante am besten funktioniert, ist dabei der relative Unterschied der Conversion-Rate maßgeblich, da der absolute Unterschied stark durch die oben genannten Einflüsse schwanken kann.



3 Kommentare

  1. Eine Zustimmung der Besucher ist für das Testing nicht notwendig, da die Daten rein anonym beim Seitenbesuch erhoben werden. Eine Verknüpfung mit Augenbewegungen ist ohne Zustimmung der Besucher nicht machbar, da die Erhebung von Blickdaten nicht durch den Browser möglich ist, sondern hierfür besondere Geräte (Eyetracking-Kameras) verwendet werden müssen. Die Größe der Testgruppe hängt einzig vom Traffic ab – je mehr Besucher auf die Seite kommen, desto größer ist die Testgruppe, da ja mit den realen Besuchern getestet wird.

  2. Raphael Bubach sagt:

    Wisst ihr wie es da rechtlich aussehen würde, wenn man dies mit einer größeren Testgruppe ohne Zustimmung machen würde und dabei gleichzeitig die Augenbewegung mitanalysiert?

  3. […] oder Leads) optimiert werden. “Usability” kennt jedoch keinerlei klare KPI-Messung. (Warum das funktioniert und was es mit Splittraffic-Testing auf sich hat, findet man beispielsweise i…)Sie sehen auch hier den Unterschied?Usability: Subjektive Einschätzung der […]


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