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Fußball-WM beeinflusst Display-Werbung

Der Bruttowerbemarkt legte laut Nielsen im ersten Halbjahr 2010 mit 9,4 % deutlich zu. Insbesondere der Display-Advertising Bereich zeigt mit einer Steigerung von 27,7% (auf 998 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine sehr positive Entwicklung der Bruttoumsätze. Zurückzuführen ist dies nicht zuletzt auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Die Werbewirtschaft hält den Ball hoch - nicht zuletzt wegen der Fußball-WM

296 Millionen Euro Umsatz haben einen direkten oder indirekten Bezug zur Weltmeisterschaft gehabt. Der gesamte Werbedruck liegt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei 11,5 Milliarden Euro, die sich über alle Mediengattungen verteilen. Das stärkste Wachstum zeigt der Industriezweig der Online-Dienstleistungen mit einer Steigerung um 89 Millionen Euro auf 366 Millionen Euro Umsatz. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass diese Dienstleister aus Gründen des Markenaufbaus und der Markenstärkung deutlich mehr in TV investiert haben, um dort Ihre Kunden zu finden und auf ihr Online-Angebot zu führen. Als die Weltmeisterschaft vor vier Jahren in Deutschland stattfand, war der Werbedruck der offiziellen FIFA Partner und WM-Sponsoren allerdings noch größer. Stattdessen haben in diesem Jahr vor allem Nicht-Sponsoren das Fußball-Thema aufgegriffen. In der Kosmetikbranche fällt beispielsweise eine Steigerung von 44,7 % der Spendings im Vergleich zum Vorjahr auf. Mit Jogi Löw (Nivea) und Michael Ballack (L'Oréal) konnten hier zwei Stars des nationalen Fußballs als Werbepartner gewonnen werden, die für einen frischen Wind im Bereich der Männer-Kosmetik sorgten.

Aber nicht nur im Display-Bereich, sondern auch bei Suchmaschinen wie Google zeigt eine Fußballweltmeisterschaft Auswirkungen. Googles Auswertungen zufolge sind die Brasilianer das fußballinteressierteste Volk. In Brasilien waren die Abweichungen des Suchanfragenvolumens zwischen „vor dem Spiel“ und „während des Spiels“ am stärksten. D. h. während der Spiele wurden deutlich weniger Suchanfragen gestartet als davor oder danach. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Deutschland und die Niederlande. Auch bei den Zugriffen auf die offizielle FIFA Website liegt Brasilien vorne. Neben der größten Reichweite weist Nielsen für diese Seite auch die höchste Verweildauer auf der Webseite (durchschnittlich 28 Minuten) bei den Brasilianern aus.

PS Kennt jemand ähnliche Ergebnisse oder Studien, die z. B. den Einfluss der Olympischen Spiele oder anderer Großveranstaltungen auf den Werbemarkt aufzeigen?

Quellen:

Nielsen
w&v



1 Kommentar

  1. Christian sagt:

    In einer aktuellen Pressemitteilung von Nielsen gibt es noch weitere Infos zu den Spendings der offiziellen FIFA Sponsoren: http://tinyurl.com/2wwnwm3


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