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a4u Expo Europe 2011 in München – Recap

Vom 7. bis 8. Juni trafen sich über 700 Vertreter der Affiliate-Marketing-Szene aus der ganzen Welt (unter anderem auch aus Chile, Mexico und Japan) im Münchner Hilton Munich Park Hotel. Wie für die a4u üblich, ermöglichte der sehr internationale Rednerkreis vor allem den heimischen Teilnehmern einmal mehr einen interessanten Blick über den deutschsprachigen Tellerrand.

a4u München - Treffpunkt Affiliate-Marketing

a4u München - Treffpunkt Affiliate-Marketing

In der Folge ein kurzer Überblick über die wichtigsten Themen:

Never miss the Keynote

Was sicherlich nicht auf jede Konferenz zutrifft, erwies sich auf der a4u als absolutes Axiom. Rory Sutherland (Deputy Chairman Ogilvy Group UK) unterhielt und informierte in seinem „Applying Behavioural Economics to Affiliate Marketing; It's easier to change behaviour than opinions” betitelten Vortrag gleichermaßen. Im Vorbeigehen ließ er mit staubtrockenem britischem Humor so manchen deutschen Stand-Up Comedian vor Neid erblassen. Jeder, der einmal die Möglichkeit hat, sollte sich Mr. Sutherland nicht entgehen lassen. Es sei aber gewarnt: Es könnten Schimpfwörter fallen.

Jährlich grüßt das "Mobile-Tier"

Dieses Jahr kommt der Mobile-Durchbruch, das war auf der a4u Konsens. Das haben wir schon öfter gehört, aber im Münchner Juni sah es so aus, als könnte die Verbreitung von Smartphones und damit die Fähigkeit vieler User, die innovativen Ideen mitzugehen, dazu führen, dass Handys als Endgeräte auch im Abverkauf in Zukunft längere Schatten werfen.

Social Media – Affiliate-Marketing gefällt das!

Im Display-Bereich bietet Social Media nie dagewesene Targeting-Möglichkeiten. Auch SEO-Potentiale sind vorhanden. Doch wo liegen die Potentiale für den Vertrieb, für den Sales-fokussierten Affiliate? Im ersten Schritt ist beispielsweise Facebook wohl vornehmlich für Affiliates relevant, die sich ihrerseits eine Brand aufbauen. Coupon-Seiten, Content-Seiten mit Community-Features, Group-Buying sind Kandidaten, die eine Facebook-Präsenz nutzen können, um User auf Ihre Seiten zu leiten. Wie Facebook und andere Social Media-Dienste gewinnbringend für Direct-Response-Kampagnen genutzt werden können, das bleibt die große Frage.

Die Customer Journey und Modelle der Split-Commissions

Die gewichtete Bewertung der Beiträge verschiedener Werbekontakte zu einer Performance-Komponente war erneut ein wichtiges Thema. Naturgemäß unterscheiden sich die Sichtweisen aus den einzelnen Kanälen (und nicht zuletzt auch unter den verschiedenen Geschäftsmodellen der Affiliates) bezüglich der Frage, wie eine faire Behandlung aussehen sollte. Sicher ist aber, dass Modelle abseits der Regel „Last-Cookie-Wins“ durchaus attraktiv sind und Differenzierungspotential bieten. Ein denkbarer Ansatz ist zum Beispiel ein U-förmiges Modell, bei dem der erste und der letzte Werbekontakt an der Provision beteiligt werden. Was auf dem Papier einfach klingt, wird jedoch spätestens dann schwierig, wenn neben den Affiliate-Kontakten auch andere Online-Kanäle miteinbezogen werden sollen (von Offline-Maßnahmen ganz zu schweigen).

Relativ einleuchtend ist zum Beispiel die Berücksichtigung eines Affiliate-Marketing-Klicks, der vor dem Kauf noch von einem Brand-SEA-Klick überschrieben wird. Ähnlich verhält es sich bei Transaktionen, die als letzten Kontakt einen Coupon-Partner-Klick aufweisen. Für ein möglichst faires Modell wäre demnach ein kanal-übergreifendes Online-Tracking nötig und auch die Einbeziehung von Offline-Kontakten sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema und welche Realisierungsmöglichkeiten es gibt, finden sich an anderer Stelle hier in unserem Blog.

Neben den Ausführungen zu diesen Gebieten bot die Konferenz Sessions mit hilfreichen Tipps zu den Themen SEO (Stichwort Panda-Update und natürliches Link-Building), Conversion-Rate-Steigerung (Pay-per-Call-Modell und Traffic-Leak-Vermeidung) sowie eine Vielzahl weiterer Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Couponing, Kampagnen-Management, SEA und Display. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch verschiedene Networking-Events, einen kleinen aber feinen Messebereich sowie eine gelungene Wrap-Up Diskussion.

Wer sich über die a4u informieren möchte findet hier Infos zur nächsten Veranstaltung in London.

Für eine Übersicht der Themen, die in München behandelt wurden (zusammen mit jenen der Vorveranstaltungen), seien die gesammelten Präsentationen empfohlen.



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