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YouTubes Promoted Video Ads rücken ins Blickfeld

Alles begann mit dem Verkauf von YouTube an Google. Irgendwie musste sich der enorme Traffic auf der größten Video-Plattform im Netz monetarisieren lassen. Google kam auf eine großartige Idee, die zugegebenermaßen nicht ganz neu war für das Unternehmen. Wieso nicht einfach Videos per Pay-per-Click-Anzeige auf der YouTube-Suche bewerben lassen? So entstanden die Promoted Video Ads (PVA) für YouTube.

Ins Visier genommen

Ins Visier genommen

Mittlerweile sind die Anzeigen bei vielen Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen etabliert und werden eifrig genutzt. Im Allgemeinen dient YouTube immer stärker als Repräsentationsplattform für Unternehmen. Wer etwas auf sich hält, hat heutzutage nun mal einen eigenen YouTube-Channel*. Ob User oder Branded Channel ist den Videoenthusiasten wahrscheinlich sehr egal.

Wer genau hinschaut, erkennt allerdings die Vorzüge eines Branded Channels sehr schnell. Besonders, weil Google seine Kunden immer wieder sehr genau darauf hinweist. Der neuste Verkaufsschlager von Google sind sogenannte Gadgets für den Channel, welche diesen in eine interaktive Multimediashow verwandeln. Dass hinter solchen Kreationen ein enormer Aufwand steht, lässt sich salopp sagen.
Nun basteln Kunden an ihren innovativen Branded Channels und bemerken im Anschluss, dass die User diese Channels nicht einfach so besuchen kommen. Woher also den erwünschten Traffic holen? Und genau hier kommen nun die Promoted Videos wieder ins Spiel. Zugegeben, für Kunden und Agenturen sind Promoted Video Ads eine gute Möglichkeit, schnell ein Video oder einen Channel bei YouTube zu bewerben. Abgerechnet wurde bisher auf CPC-Basis. Die Tatsache, dass die Ergebnisse nur innerhalb von YouTube verlinken konnten, hat niemanden gestört. Und auch die aufwendigen Channels hatten endlich den gewünschten Traffic.

Im Mai 2011 hat Google das bestehende Abrechnungsmodell auf ein Cost-per-View-Modell umgestellt. Was bedeutet das denn nun? Keine Sorge, der Kunde zahlt nun nicht jede Impression der Anzeige. Im Gegenteil, bezahlt wird nun nur noch, wenn der Nutzer auch ein Video zu sehen bekommt. Wer schon einmal eine Anzeige bei YouTube angeklickt hat, kann sich nun fragen, wo genau der Unterschied liegt. Schließlich starten beworbene Videos automatisch, sobald die Seite geladen ist, was dazu führt, dass jeder Klick auch einen View mit sich bringt.

Den Unterschied mussten in den letzten Wochen besonders die Werbetreibenden feststellen, die einen Branded Channel mit Gadget hatten. Sobald ein beworbenes Video nicht direkt im YouTube-Profil hochgeladen, sondern nur im Gadget eingebunden wurde, kann dieses seit der Umstellung nicht mehr beworben werden. Ein Beispiel hierfür findet sich im aufwendig kreierten Channel für den Audi Q3**. Der Grund für den Ausschluss liegt darin, dass Google den View des Videos nicht messen und somit auch nicht abrechnen kann. Doch was sind nun die Alternativen? Der Kunde hat genau vier Möglichkeiten. Die einfachste ist den Channel nicht mehr zu bewerben und das Projekt „Branded Channel mit Gadget“ ad acta zu legen. Wer auf die Plattform nicht verzichten möchte, sollte sich mit den bereitstehenden Anzeigenalternativen auseinandersetzen.

Google empfiehlt den Kunden, ihre Custom Gadgets über andere Werbemittel zu bewerben und verweist hier gern auf eine mögliche Schaltung von Display-Anzeigen auf den diversen YouTube-Seiten. Aus meiner Sicht ist das allerdings nicht die beste Lösung, um weiter Traffic für den Channel zu generieren.
Um die Qualität der Nutzer und die Kosten auf einem ähnlichen Niveau zu halten, wie bei den PVAs, bieten TrueView-Ads sehr viel mehr Spielräume. TrueView-Ads sind PreRolls, die ein Nutzer nach frühestens fünf Sekunden skippen kann. Der Kunde zahlt nur einen View, wenn bis zum Ende oder bis zu 30 Sekunden gesehen wurden. Beim Klick auf das Video wird der Nutzer direkt in den Channel des Kunden weitergeleitet und sieht dort ein prächtiges Gadget. CPC und CTR sind bei diesem Werbemittel mit denen der PVAs vergleichbar, was sich vom Display-Bereich unterscheidet.

Dennoch bleibt trotz guter Alternativen bei der Änderung der Richtlinie leider ein bitterer Beigeschmack und ein enttäuschter Kunde, der jetzt zusehen kann, wie er Traffic auf seinen Custom Channel bekommt. Promoted Video Ads scheinen zumindest keine Alternative mehr zu sein.

*Eine Übersicht der Branded Channels finden Sie hier.
**Quelle



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