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Neu bei Google Analytics: Visualisierung des Besucherflusses

Google wird sein Website-Tracking-Produkt „Google Analytics“ um eine Traffic-Visualisierung erweitern. Damit wird den Nutzern eine grafische Darstellung der Besucherströme ihrer Website zur Verfügung gestellt. Diese gibt einen detaillierteren Einblick in die Besucherpfade der einzelnen Seiten, als es bisher mit Hilfe der Navigationsanalyse möglich war.

Wieviele Leute kommen und gehen bald auf einen Blick

Wieviele Leute kommen und gehen bald auf einen Blick

Dieses neue Feature wurde von Susan Wojcicki, Senior Vice President of Advertising, beim Web 2.0 Summit vorgestellt. Eine Anekdote zur Entstehung besagt, dass sich die Entwickler bei Google von dem berühmten historischen Diagramm von Charles Joseph Minard inspirieren ließen, mit dem er den Russlandfeldzug von Napoleon in den Jahren 1812/13 veranschaulichte und damit Pionierarbeit in der Informationsgrafik leistete.

Inspiration aus dem 19. Jahrhundert

Google hat diese Form des Diagramms übernommen und dynamisch gestaltet – daher wird es auch als Flow Visualization bezeichnet. "Die Flow Visualization nimmt Daten und erzählt eine Geschichte, die innerhalb von Sekunden zu verstehen ist", so Wojcicki. "Das macht sie so eindringlich."
Mit dieser Änderung ist Google auf die Wünsche der User eingegangen. Viele User fanden es mühselig, dass die bisherige Navigationsanalyse zusammengehörige Besucher-Pfade und Seiten nicht sinnvoll zusammenfasste und eine genaue Segmentierung zuließ.

Sukzessiv werden jetzt erste Flow Visualizations ausgerollt, wie z. B. der "Visitors Flow" oder der "Goal Flow". In den nächsten Monaten werden weitere folgen. Den "Visitors Flow" kann man im linken Navigationsmenü unter dem Punkt Besucher finden, der "Goal Flow" befindet sich unter dem Punkt Ziele. (Siehe hierzu auch folgenden Link)

Visitor Flow, Goal flow und mehr

Der "Visitors Flow" zeigt mittels grafischer Darstellung die detaillierten Besucherströme durch die Webseite, stets ausgehend von den Besucherquellen oder anderen eingestellten Kriterien. Damit kann man ihren Weg durch die Seite verfolgen und auch sehen, an welcher Stelle sie ausgestiegen sind. Dies ermöglicht es auf einfache Weise, Hürden in Formularen und Bestellprozessen zu erfassen und Änderungen oder Verbesserungen vorzunehmen.

Die Visualisierung ist sehr interaktiv gestaltet. User können mit dem Graphen interagieren, um so unterschiedliche Wege zu markieren und um nähere Informationen über einzelne Knotenpunkte und Verbindungen einzusehen. Anhand von Algorithmen werden dann Knotenpunkte gebildet, die die häufigsten Besucherströme durch eine Seite zusammentragen. An den einzelnen Knotenpunkten sind zusätzliche Informationen einsehbar, die man einfach per Mouseover erreicht.

Seiten vor und nach einem Knotenpunkt werden automatisch auf Basis der häufigsten "Visitors Flow" gruppiert. Google wird aber nach und nach auch Verbesserungen daran vornehmen, um auch sensible Besucherpfade und Knoten zu implementieren. Sollten bisher keine Ziele oder Zieltrichter eingerichtet worden sein, kann man dies wie gewohnt nachholen. Und das Gute daran: Sie funktionieren auch im Nachhinein für vergangenen Traffic.

Exploring the traffic

Online-Marketer können damit sehen, ob eine neue Landing- oder Promotionpage erfolgreich ist und über welchen Kanal die meisten Besucher auf diese Seite kamen. Und diese Darstellung geht noch einen Schritt weiter. An jedem Knotenpunkt gibt es das Feature “exploring the traffic”, mit dem man genau sehen kann, welchen Weg Besucher, die bspw. über Google kamen, eingeschlagen haben.

Im "Goal Flow" wird angezeigt, ob die Besucher der eigenen Webseite auch tatsächlich die gewünschten Zielseiten erreichen. In Google Analytics kann man neben dem Hauptziel (z. B. ein Kauf) auch mehrere Unterziele festlegen (bspw. die einzelnen Schritte im Warenkorb). Diese Schritte werden hier visuell und leicht verständlich dargestellt, sodass man ebenfalls sehen kann, an welcher Stelle die meisten User abbrechen.

In dieser ersten Version des „Gloal Flow“ werden nur URL-Ziele unterstützt, in der Zukunft sollen auch Ereignisse sowie weitere Ziel-Typen möglich sein.

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