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„Warum diese Anzeige?“ – Personalisierte Anzeigen bei Google

Seit kurzem erscheint neben AdWords-Anzeigen in den Google-Suchergebnissen und in Google Mail der Link "Warum diese Anzeige?”. Hinter diesem Link verbirgt sich eine neue Funktion zur personalisierten Anzeigenschaltung, von der sich Google mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten für den Nutzer verspricht.

Im Anzeigenvorgaben-Manager hat der User die Möglichkeit, unerwünschte Anzeigen von bestimmten Inserenten zu blockieren oder personalisierte Anzeigen komplett zu deaktivieren.

 

Warum diese Anzeige?

Warum diese Anzeige?

Was genau bedeutet die personalisierte Anzeigenschaltung?

Bei personalisierten Anzeigen werden zusätzlich zu den in die Suchmaske eingegebenen Keywords noch weitere Informationen verwendet. Beispielsweise wird auf kürzlich ausgeführte Suchanfragen zurückgegriffen, falls die Suchvorgänge nach der Ansicht von Google zusammenhängen könnten. Sucht ein Nutzer beispielsweise zuerst nach "Berlin" und anschließend nach "Hotels", könnte dies darauf hindeuten, dass er/sie sich nach Hotels in Berlin erkundigt. Der User könnte also Anzeigen für Hotels in Berlin erhalten, obwohl das Keyword "Berlin" in der zweiten Suchanfrage überhaupt nicht enthalten war.

Da der hierfür zuständige Cookie im Browser gespeichert ist, muss der Nutzer nicht in einem Google-Konto angemeldet sein, damit die Personalisierung greift. Bei Nutzern, die während der Suche in ihrem Konto angemeldet sind, können jedoch zusätzlich Daten aus der Suche und dem Google-Account zusammenlaufen.

Mit Hilfe des Werbepartnernetzwerkes erstellt Google ebenso Suchkategorien. Basierend auf Besuchen von Partner-Websites kann der Internetkonzern dem Browser des Nutzers Interessen und demografische Kategorien zuweisen. Sowohl diese Kategorien als auch das für die Datenerhebung zuständige Cookie lassen sich nun vom User im Anzeigenvorgaben-Manager bearbeiten und deaktivieren.

Unterschiede zwischen Kontoinhabern und „anonymen Usern“

Falls der Nutzer während der Deaktivierung nicht in einem Google-Konto angemeldet ist, wird im Browser des derzeit verwendeten Computers keine personalisierte Werbung mehr in der Suche geschaltet. Die Suche und Google Mail für ein etwaiges Konto sind davon jedoch nicht betroffen, da der Nutzer in einem Account angemeldet sein muss, um diese Einstellungen zu verwalten.
Um direkt zu den Anzeigenvorgaben zu gelangen, kann auch folgender Link verwendet werden: Ads Preference Manager

Für Werbung aus dem Google Display-Netzwerk gibt es eine gesonderte Deaktivierungseinstellung. Hier kann personalisierte Werbung für den Browser vollständig deaktiviert werden, unabhängig davon, ob der Nutzer in einem Google-Konto angemeldet ist oder nicht:

Was bedeutet das für Inserenten?

Google behauptet, dass durch diese Funktion sowohl Suchenden als auch Inserenten nicht nur durch höhere Relevanz sondern sogar durch einen Anstieg an Klicks geholfen ist. Die passenden Statistiken hierzu liefert der Internetkonzern gleich mit. Diese werden dem Vernehmen nach jeden Monat neu erstellt und basieren auf aggregierten Daten des jeweiligen Standortes des Nutzers, aus den vorangegangenen drei Monaten. Jedoch kann man während einer Recherche von 15 Minuten mit sehr unterschiedlichen Daten beliefert werden, wie die hier aufgeführten Screenshots zeigen.

 

Statistiken für personalistierte Anzeigen variieren ...

Statistiken für personalistierte Anzeigen variieren ...

 

...und es finden sich unterschiedliche Angaben

...und es finden sich unterschiedliche Angaben

Da die Datenerhebung für diese Funktion hauptsächlich Cookie-basiert ist, und für Nutzer auch mit Hilfe des neuen Hinweises eher schwer zu durchschauen bleibt, wird sich zeigen, inwiefern sie sich wirklich auf die Anzeigenschaltung auswirken wird. Fazit: Ein weiteres Gimmick der Google Black-Box!



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