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Page Layout Update – Google führt neue Technologie offiziell ein

Nach Einführung Google’s neuer Suchfunktionalität „Search, plus your World“ in den USA folgt heute bereits die Meldung über ein zweites Update in 2012, mit dessen Hilfe es übermäßig werbelastigen Seiten an den Kragen gehen soll.

Wie Matt Cutts im firmeneigenen Blog berichtet, wird Google erstmals das Layout von Webseiten in seine Ranking-Bewertung einfließen lassen. Besonderes Augenmerk legt der Algorithmus hierbei auf die Relation zwischen Werbung und Inhalt "above-the-fold".

Werbung ja, aber bitte auch Inhalte

Mit diesem Schritt setzt Google seine Usability-Offensive konsequent fort und geht nach Webseiten mit überdurchschnittlich hoher Ladezeit nun gegen solche vor, welche im sichtbaren Bereich ohne vorheriges Scrollen nicht ausreichend eigene Inhalte platzieren. Aber auch Seiten mit verdeckten oder schwer auffindbaren Inhalten sind Ziel der Maßnahme, deren Hintergrund Matt Cutts wie folgt beschreibt:

"If you click on a website and the part of the website you see first either doesn’t have a lot of visible content above-the-fold or dedicates a large fraction of the site’s initial screen real estate to ads, that’s not a very good user experience."

Wie hoch der Anteil an Content "obove-the-fold" zur Vermeidung negativer Ranking-Auswirkungen sein sollte wird nicht explizit erwähnt. Die Einbindung von Werbeanzeigen in „normalem“ Umfang bleibt ohne Folgen. Wem diese Angaben nicht genügen wird auf Google’s Browser Size Tool verwiesen, welches den sichtbaren Bereich von Webseiten unter verschiedenen Auflösungen darstellt.

 

Google's Page-Size-Tool

Google's Page-Size-Tool

Betroffen sind bis zu 1% der Suchanfragen

Google schätzt, dass sich die Änderung auf höchstens 1% der Suchanfragen auswirken wird. Im Gegensatz zu "Panda" oder "Freshness", welche sich auf ca. 9% bzw. sogar bis zu 35% der Suchergebnisse auswirkten, erscheint das aktuelle Update eher unwesentlich.

Dennoch gelingt Google mit der Bewertung des Seitenlayouts ein technisch sehr anspruchsvoller Schritt, der voraussichtlich als Grundstein für weitere Qualitätsanpassungen dienen wird. Bislang konnte ausschließlich der Quellcode einer Webseite ausgelesen und bewertet werden – was Raum für allerlei Tricks ließ. Diese Zeiten scheinen nun vorbei.

Im Zweifel, Layout verbessern und abwarten

Das Update ist bereits aktiv und wird laut Google nur eine von über 500 Änderungen sein, die für 2012 vorgesehen sind.

Betroffenen Seitenbetreibern wird geraten, das Layout ihrer Seiten an die neuen Anforderungen anzupassen. Wie gewohnt würden die Anpassungen beim kommenden Crawl der Seiten erkannt und das Ranking entsprechend neu berechnet werden.

Fazit

Google macht mit der Einführung des neuen Algorithmus erneut seinen Anspruch an die Nutzerfreundlichkeit gelisteter Webseiten deutlich und steigert damit nicht nur die Qualität seiner Suchergebnisse. Auch Adwords-Anzeigen im Content Netzwerk dürften vom Update profitieren und einen qualitativen Zugewinn erfahren.

Die vergleichsweise geringen Auswirkungen des Updates dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Google mit der automatisierten Analyse von Webseitenlayouts eine Technologie einführt, die durchaus als Meilenstein in der Suchtechnologie bezeichnet werden kann. Viele der angedachten 500 Ranking-Updates in 2012 werden auf dieser Technologie basieren und vollkommen neue Anforderungen an Webseitenbetreiber und SEO’s stellen.



3 Kommentare

  1. Dennis sagt:

    Hallo Norman,

    da nur 1% der Suchanfragen betroffen sein sollen, betrifft uns die Thematik eh nicht. Ich halte die 1% auch für realistisch.

    Es wird wohl wirklich nur die Seiten betreffen, die ausschließlich MFA sind und zusätzlich vielleicht noch DC oder Content aus News-Aggregatoren einstellen.

  2. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der vom Update betroffenen Seiten Google Adsense Werbeblöcke im sichtbaren Bereich mit dem Ziel platziert haben, eine möglichst hohe Anzahl an Klicks zu erzielen. Aufgrund des CPC-Abrechnungsmodells spielt es dabei für den Seitenbetreiber keine Rolle, wenn derartige Anzeigen eher „aus Versehen“ geklickt werden.

    Mit dem Update könnte sich somit die Qualität des Traffic’s aus dem Google Content Netzwerk deutlich verbessern.

  3. semsalabim sagt:

    weshalb sollten adwords-anzeigen im gdn vom updaten profitieren?


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