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Seller Ratings als Zünglein an der Waage für SEA

Das Thema „Seller Ratings“ ist für Google Vermarkter bei weitem nichts Neues. Neben der üblichen Textanzeige auf der Google Suchergebnisseite werden bereits seit Mitte letzten Jahres Bewertungen in Form von kleinen goldenen Sternchen angezeigt. Welche Auswirkung hat diese Darstellung auf die Performance einer SEA-Kampagne?

Seller Rating oder die Macht der Sternchen

Seller Rating oder die Macht der Sternchen

Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass die Anzeige eine höhere Aufmerksamkeit als andere Ads ohne Bewertungen erhält. Sie fällt dem User direkt ins Auge und erhöht vorab die Wahrscheinlichkeit auf einen qualifizierten Klick. Neben der Aufmerksamkeit spielt sicherlich auch das Vertrauen als Komponente bei der Entscheidungsfindung eine wesentliche Rolle. Durch die angezeigte Bewertung erscheint der Anbieter im Vergleich zum Wettbewerb vertrauenswürdiger und wird sehr wahrscheinlich bevorzugt geklickt. Dadurch verändert sich nicht nur die Kenngröße CTR (Click-Through-Rate) der Anzeige positiv, sondern unter Umständen der gesamte Qualitätsfaktor.

Die Bewertung bietet Werbetreibenden gerade bei einer Performance-Kampagne innerhalb bestimmter Optimierungsvorgänge ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern ohne „Sternchen“.

Verkäuferbewertungen als Komponente im Qualitätsfaktor

Verkäuferbewertungen als Komponente im Qualitätsfaktor

Besonders für Werbetreibende ist es interessant zu wissen, dass eine Agentur keinen direkten Einfluss auf die Bewertungen sowie die Darstellung der Anzeigen hat. Das bedeutet, dass die Seller Ratings kein Feature darstellen, welches die Agentur bei Bedraf „anknipst“ und testet und gegebenenfalls wieder abschaltet. Um Seller Ratings zu erhalten, müssen mindestens 30 Bewertungen von Rating-Portalen und Dienstanbietern, wie z. B. Trusted Shops, eKomi, idealo.de, dooyoo.de oder qype.de, vorliegen, und deren Durchschnitt muss besser als vier sein, andernfalls werden keine Ratings angezeigt.

Der wichtigste Punkt für Advertiser wie auch für die Agentur ist jedoch, dass sich die Ratings immer auf den Verkäufer, also den Online-Shop, beziehen und unter Umständen nicht auf den tatsächlichen Anbieter.

Bietet ein Kunde zum Beispiel Kfz-Versicherungen über ein Vergleichsportal an, so erhält nicht der Kunde selbst für sein „tolles“ Produkt eine Bewertung, sondern in diesem Fall das Vergleichsportal, obwohl dieses lediglich das Produkt vermittelt.



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