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Landingpage und Retargeting – nicht abschrecken bitte!

Potenzielle Neukunden lieben eine bestimmte Landingpage und sorgen für eine gute Conversion-Rate. Alles ist fein! Was liegt näher, als diese Seite dann auch beim Retargeting einzusetzen? Die Antwort „nichts“ klingt zunächst richtig. Aber Vorsicht: Auf dieser erfolgreichen Landingpage stehen eventuell Dinge, die durch Retargeting angesprochene „Fastkunden“ bereits wissen. Sie soll informativ sein und schreckt doch eher ab, weil zu viel des Guten den Blick auf das Wesentliche versperrt. Potenzielle Kunden, die man im Rahmen von Retargeting lockt, sollten daher eigene Landingpages gezeigt bekommen, denn wer als Anbieter nur wiederkäut, was der Besucher bereits kennt, senkt seine Erfolgsaussichten.

 

Eine Landingpage für alle - lieber nicht!

Eine Landingpage für alle - lieber nicht!

Beim Retargeting hat man eine besondere Zielgruppe im Blick: User, die einen Online-Shop zwar besucht, dort aber nichts gekauft haben. Ihnen präsentiert man auf ihrem weiteren Weg durchs Internet Werbebanner des Online-Shops, um sie doch zu einem Kauf zu bewegen. Solche „Fastkunden“ sind eine interessante Zielgruppe, weil sie den halben Weg zu einem Sale bereits gegangen sind. Es ist oftmals einfacher, diese User von dem Produkt zu überzeugen, statt Neukunden, die das jeweilige Angebot bisher noch gar nicht kennen. Gerade deshalb ist es entscheidend, diese Nutzer mit der richtigen Botschaft dort abzuholen, wo sie sich befinden. Andernfalls wäre es so, als würde man Ibiza-Liebhaber, die dort bereits mehrere Urlaubswochen verbracht haben, ausführlich über die Vorzüge der Insel informieren. Fastkunden brauchen das nicht. Es langweilt sie.

Nimmt man als Beispiel das Angebot einer Bank, welche eine Landingpage entwickelt hat, um potenzielle Neukunden von ihrem Tagesgeld-Angebot zu überzeugen. Auf der Seite gibt es Grafiken zur Zinsentwicklung, kurze Informationen zur Bank und den Vorteilen des Angebots sowie den Hinweis, dass man sich ein Startguthaben sichern kann. Es ist durchaus denkbar, dass diese Landingpage bei potenziellen Neukunden erfolgreich ist und eine hohe Conversion-Rate erzielt. Für Fastkunden sind diese Informationen möglicherweise zu detailliert. Besser wäre eine deutlich kürzere Seite ohne Scrollbalken, mit einem Call-to-Action-Element und den wichtigsten Eckdaten über den Zinssatz sowie das mögliche Startguthaben.

Conversion-Optimierer wissen, dass die Landingpage mit guter Conversion-Rate für die Zielgruppe „A“ bisweilen bei der Zielgruppe „B“ völlig versagen kann. Das gilt auch bei dem angeführten Beispiel. Deshalb sollten Fastkunden nicht wie Neukunden behandelt werden. Stattdessen sollte man testen, welche Variante Fastkunden am besten annehmen. Das ist nicht schwierig und die Erfolgsaussichten sind äußerst vielversprechend.



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