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Was ist wirklich dran: Betrug durch Änderung der Publisher-ID

Wenn man die Diskussionen im Internet zum Thema Affiliate-Marketing verfolgt, so fällt auf, dass in den letzten Wochen das Thema „Betrugsmöglichkeiten“ wieder einmal verstärkt in den Fokus geraten ist. Der jüngste Beitrag dazu findet sich im Blog von Andreas Hörr und fand im Anschluss weitere Verbreitung über die Seite 100partnerprogramme. Der Betrugsvorwurf richtet sich allerdings weniger gegen Affiliates als gegen Agenturen und Mitarbeiter der Advertiser selbst.

Unlautere Machenschaften passieren mit dem richtigen Partner nicht

Unlautere Machenschaften passieren mit dem richtigen Partner nicht

Zusammengefasst wird die Möglichkeit thematisiert, im Zuge vom Conversion-Tracking die Sales einem Partner zuzuschreiben, der nicht tatsächlich dafür verantwortlich gewesen ist. Die Gefahr besteht also zum einen darin, dass ein Partner um seine Provision gebracht wird, und zum anderen in einer Bereicherung durch die Agentur oder den Mitarbeiter gemäß dem Fall, der Partner, dem der Sale zugewiesen wird, steht mit diesem im Zusammenhang.

Den Affiliate-Marketing-Experten von QUISMA ist kein solcher Fall bekannt. Dies ist nicht verwunderlich, wenn ein Programm – was bei professionellen Agenturen der Fall ist– transparent betreut wird.
Akute Gefahr besteht indes bei Agenturen, die ein „cookiefreies“ Tracking einsetzen. Wie genau das funktioniert, wird in den zahlreichen Artikeln nicht genau beschrieben. Dem Klang nach geht es hier wohl darum, dass eine Agentur ein Tracking einsetzt und bei einer Conversion dem Netzwerk den Sale über das Pixel meldet, ohne dass das Netzwerk Gelegenheit bekommt, das eigene Cookie auszulesen. Tatsächlich gibt in diesem Fall allein das Tracking der Agentur an, welcher Partner den Sale generiert hat. Hier wäre es für den Affiliate durchaus interessant, zu erfahren, welche Programme davon betroffen sind, da an dieser Stelle das Netzwerktracking ausgehebelt würde.

Im Rahmen höchstmöglicher Transparenz gegenüber Affiliates und Netzwerke, setzt QUISMA seit jeher ein Tracking ein, welches zwar das Netzwerkpixel steuert, das Netzwerk selbst allerdings den verursachenden Affiliate stets über sein eigenes Cookie identifiziert. Doch auch im Falle einer solchen Trackinglösung wird in dem Artikel ein Potential für das oben erläuterte Vorgehen ausgemacht. So wird für jene Sales, die umgeleitet werden sollen, jeweils ein weiterer „Fake Sale“ angelegt werden, der dann anstatt der korrekt zu Stande gekommenen Transaktion bestätigt würde. Bei diesem Vorgehen entstünden diverse Probleme. Im Affiliate-Account des Netzwerks werden beispielsweise Sales mit Bestellnummern generiert, die der Merchant nicht in seinem Warenwirtschaftssystem nachvollziehen könnte.

Im Rahmen des Orderabgleichs zwischen dem Kunden und der Agentur würde dies zu Problemen führen, wenn der Abgleich automatisiert abläuft. Darüber hinaus könnte ein Merchant den Betrug leicht über seine Lesezugänge bei den Netzwerken nachvollziehen, die auf Anfrage von der betrauten Agentur eingeholt werden. Außerdem würde ein solches Vorgehen für eine erhöhte Stornoquote sorgen, was nicht zuletzt von den Netzwerken selbst regelmäßig geprüft wird.

Die im Artikel bereitgestellten Lösungsvorschläge lassen sich im Grunde auf den Grundstein einer jeden Kunden- / Agenturbeziehung herunterbrechen: Transparenz. Transparenz bei den eingesetzten Trackingmethoden. Transparenz bei den Prozessen von Salesabgleich und –bestätigung (hier arbeitet QUISMA streng nach dem Vier-Augen-Prinzip). Transparenz in Bezug auf den Partnerstamm durch detaillierte Partnerreportings und regelmäßige Updates über Entwicklungen.
Dieser Weg muss konsequent beschritten und nicht zuletzt auch vom Merchant mitgelebt und –getragen werden.

Die erwähnten Artikel finden sich auf folgenden Seiten:

Insight-M
100partnerprogramme



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