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Adwords Qualitätsfaktor: Bringt Google endlich Licht ins Dunkel?

Eines der bestgehüteten Geheimnisse von Adwords ist der Qualitätsfaktor. Und das, obwohl er maßgeblich den Klickpreis bestimmt und somit gleichzeitig auch entscheidend dafür ist, ob Adwords für einen Kunden Rentabilität aufweist oder nicht. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Wettbewerb um die bezahlten Suchergebnisse immer stärker wird, kommt dem Qualitätsfaktor zur Senkung des durchschnittlich gezahlten Klickpreises eine immer höhere Bedeutung zu. Die Berechnung des Qualitätsfaktors vollständig zu erklären, war bisher nicht möglich, da relativ messbare Größen – wie die bisherige Klickrate des Keywords, der angezeigten URL sowie die Klickrate über das gesamte Konto hinweg, die Qualität der Zielseite, die Text-Keyword-Relevanz, die Keyword-Suchrelevanz – und weitere nicht veröffentlichte Faktoren einfließen.

 

Google verspricht mehr Transparenz

Google verspricht mehr Transparenz

Google verspricht nun aber mehr Transparenz beim Qualitätsfaktor. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sich diese nur bei den bereits bekannten Einflussgrößen erhöht und weitere ausschlaggebende Faktoren künftig noch anonym bleiben. Seit Ende April können in den Adwords-Konten mehr Details zum jeweiligen, bereits bekannt gemachten, Qualitätsfaktor auf Keywordebene eingesehen werden. Zusätzlich zu den bisherigen Zahlenwerten zwischen eins und zehn werden neue Bewertungen für jeden Hauptfaktor der Qualitätsangabe angezeigt.

Bei den neuen Bewertungen wird eine relative Skala verwendet. Dadurch lässt sich erkennen, ob die Werte für die erwartete Klickrate, die Anzeigenrelevanz und die Zielseitenerfahrung durchschnittlich, überdurchschnittlich oder unterdurchschnittlich sind.

 

Beispiel einer Keyword-Analyse

Beispiel einer Keyword-Analyse

Diese neue Funktion stellt Informationen zur Verfügung, mit deren Hilfe der Qualitätsfaktor verbessert werden kann. Leider steht weder eine Exportfunktion noch eine Filtermöglichkeit nach den einzelnen Faktoren zur Verfügung, um Optimierungspotentiale gegebenenfalls schneller erkennen zu können. Zudem wird die Berechnung insgesamt auch jetzt wenig erhellt, denn: Obwohl die einzelnen Hauptfaktoren teilweise identisch bewertet sind, weicht der Qualitätsfaktor ab.

 

Identische Bewertung der Hauptfaktoren bei gleichzeitiger Abweichung der Qualitätsfaktoren

Identische Bewertung der Hauptfaktoren bei gleichzeitiger Abweichung der Qualitätsfaktoren

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die bereits bekannten Einflussgrößen jetzt durchsichtiger sind und sich daher auch Optimierungspotentiale – beispielsweise in der Text-Keyword-Relevanz – besser erkennen lassen. Der bisher unbekannte Teil der Berechnungsgrundlage für den Qualitätsfaktor bleibt aber weiterhin im Dunkeln.



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