• deutsch
  • english

Google erweitert Matching-Optionen für Keywords

Google erweitert ab Mitte Mai die Matching-Optionen für die Keyword-Typen „Phrase“ und „Exact“ durch weitere, „nahe Varianten“. Durch diese Erweiterung verspricht sich Google einerseits, eine zusätzlich relevante Reichweite für den Werbetreibenden generieren zu können und anderseits ein vereinfachtes Kampagnenhandling, insbesondere beim Account-Setup und -Management. Was bedeutet das konkret?

 

Neue Matching-Optionen für Keywords möglich

Neue Matching-Optionen für Keywords möglich

Google erweitert die eingebuchten Keywords um folgende Ausprägungsformen:

- Singular/Plural
- Falschschreibweise
- Abkürzungen und Akronyme
- Wortstamm
- Akzente/Dialekte

Die Reihenfolge der Keywords muss weiterhin beibehalten werden. Synonyme werden nicht für die Erweiterung der Reichweite hinzugezogen. Die nachfolgende Gegenüberstellung der Kriterien verdeutlicht, wann eine Ausspielung erfolgt.

 

Fuer-eine-Ausspielung-muessen-bestimmte-Kriterien-erfuellt-sein

Für eine Ausspielung müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein

QUISMA konnte mit den neuen Optionen bereits mit einigen Kunden Erfahrung sammeln. Das neue Matching funktioniert zuverlässig und forciert die Ausspielung für alle relevanten Suchanfragen. So konnte bei einem Testdurchlauf mit einem Kunden beispielsweise beobachtet werden, dass bei gleichbleibender Anzahl von Impressions, qualifizierte Suchanfragen einen deutlichen Anstieg erfuhren und das, obwohl viele der vorgeschlagenen Keywords bereits abgedeckt waren.

In Bezug auf den Anteil der identifizierten Keywords auf Basis der Kategorie „Exact“ wurde Folgendes festgestellt: Der Anteil an Impressionen von mit „Phrase“ gematchten Keywords betrug im Test 22 Prozent, während Klicks lediglich 8,5 Prozent ausmachten. Die Click-Through-Rate (CTR) fiel indes sehr viel geringer als bei in „Exact“ gebuchten Keywords aus, während der CPC im Durchschnitt günstiger war. Auch Phrase-Keywords werden von nun an mit den oben genannten Variationen angereichert. Hier wurde festgestellt, dass der Anteil „exact“ ausgespielter Keywords mit circa 1 Prozent sehr viel geringer ist. Wie zu erwarten, fiel die CTR für diese Keywords besser aus und auch der durchschnittliche Cost-per-Order (CPO) lag über dem der eingebuchten Keywords aus der Kategorie „Phrase“.

Durch das neue Matching lässt sich ein Account-Setup bei neuen Kampagnen beschleunigen. Mühevoll erstellte Listen, welche Keyword-Kombinationen, Plural oder Falschschreibweisen beinhalten, gehören der Vergangenheit an. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die vergleichsweise „nahe“ Herangehensweise des Matchings seitens Google, die es ermöglicht, die Reichweite kontrolliert zu erhöhen. Zeitgleich lässt sich unter Umständen auch wieder Potential zur Gewinnung von „Negative Keywords“ entdecken.

Jedoch bringt die Matching-Erweiterung auch etwas mehr Aufwand mit sich. Neu gefundene Keywords sollten durch den Account-Manager extrahiert und in möglicherweise besser passende AdGroups verschoben werden, um eine genaue Ausspielung, insbesondere der Anzeigentexte, zu gewährleisten. Ein gleichzeitiges Negieren neuer Keywords ist unumgänglich, um den Traffic kontrolliert in die richtige AdGroup leiten zu können.

Der schnelle Effekt des Findens weiterer relevanter Keywords kann auf Kampagnenebene optional aktiviert und zu jedem Zeitpunkt wieder deaktiviert werden. Erweiterungsfähig ist das Feature hinsichtlich einer vorherigen Überprüfung, ob ein Keyword bereits im Account vorhanden ist, um dieses automatisch für die Werbeausspielung heranzuziehen.



Schreibe einen Kommentar





Erforderliche Felder sind mit (*) markiert.