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Conversion-Optimierung: Fünf Testideen für den Finanz-Bereich

Werbung im Finanzbereich kann schnell teuer werden, denn die Konkurrenz ist hier sehr groß. So muss man beispielsweise das Gebot für eine Google Adwords-Textanzeige beim Suchwort „Risikolebensversicherung“ auf satte 3,15 Euro CPC (Cost per Click) setzen, um auf der zweiten Position im Anzeigen-Ranking aufzutauchen. Für das Suchwort „Kredit“ sind es sogar 3,85 Euro. Aufgrund des hohen Budgeteinsatzes ist es umso wichtiger, möglichst viele derjenigen Personen, die auf die Anzeige klicken, schließlich auch zu Kunden zu machen. Dieses Ziel lässt sich durch eine Conversion-Optimierung der eigenen Landinpage mit Hilfe von A/B- und multivariaten Tests erreichen. Einige erprobte Testideen haben wir nachstehend für Sie zusammengetragen.

 

Wer vorher testet, spart nachher Geld – das gilt auch für Finanzdienstleister

Wer vorher testet, spart nachher Geld – das gilt auch für Finanzdienstleister

 

Drei wichtige Vorteile der Conversion-Optimierung
Bevor wir im Detail auf die Testideen eingehen, sollen kurz die Vorteile einer Conversion-Optimierung im Finanzbereich skizziert werden:

  • Durch Conversion-Optimierung werden mehr Besucher der Landingpage zu Kunden. Damit steigt der Umsatz.
  • Zugleich sinken die Kosten pro gewonnenem Kunden (CPO: Cost per Order).
  • Die Einsparungen lassen sich für eine intensivere Werbebuchung, etwa bei Google Adwords, nutzen.

Fünf clevere Testideen für optimale Resultate
Wer testen möchte, braucht Ideen. Die müssen wiederum erfolgversprechend sein. Die folgenden fünf Tipps haben sich bewährt und bilden einen guten Ausgangspunkt für die Conversion-Optimierung.

1) Trust-Element
Ihr Finanzprodukt ist Sieger im Test eines renommierten Magazins? Sie geben Garantien, die über das übliche Maß hinausgehen? Dann sollte diese Information unbedingt auf der Landinpage platziert werden. Denn dadurch wird das Vertrauen potenzieller Kunden in Ihr Produkt deutlich gesteigert. Einem Test steht also nichts im Wege, aber Vorsicht ist dennoch geboten: Die Platzierung solcher Trust-Elemente auf der Landingpage ist von enormer Bedeutung. Es muss getestet werden, wo das Trust-Element besonders ins Auge fällt. Als Beispiel hierfür dient die Landingpage von Ergo Direkt. Durch die dichte Platzierung auf dem aufmerksamkeitsstarken Bild wird das ohnehin schon sehr große Testsieger-Logo gut wahrgenommen.

2) Produkttext
Finanzkunden erwarten heute in der Regel Texte, die ihnen in einfachen und verständlichen Worten die Konditionen des Finanzproduktes aufzeigen. „Marketingdeutsch“ wirkt in diesem Kontext eher abschreckend. Bestenfalls sollte man zwei bis drei Versionen des Landingpage-Textes testen, bei denen die Konditionen in unterschiedlicher Weise dargestellt werden: etwa bereits in der Überschrift, in einer Datentabelle oder als Vergleich mit dem Wettbewerb. Hier könnte man dem Beispiel der Hannoverschen Lebensversicherung AG folgen, die zeigt, wie man bereits in der Überschrift auf die Konditionen eingeht.

3) Beitragsrechner
Viele Finanzanbieter integrieren einen Beitragsrechner in ihre Landingpages. Ob dies eine gute Idee ist, ist eine Fall-zu-Fall-Entscheidung. Da man sich niemals wirklich sicher sein kann, dass ein Element der eigenen Landingpage wirklich gut ist, muss getestet werden, ob der Rechner zu einer gesteigerten Conversion-Rate beiträgt oder nicht. Man sollte also eine Landingpage mit und eine ohne Beitragsrechner gegeneinander antreten lassen. Oder am besten diverse Arten von Beitragsrechnern gegen eine Landingpage-Variante ohne Rechner. Wichtig in diesem Zusammenhang: die Default-Werte des Rechners variieren und testen, ob Eingabefelder oder Schieberegler zur besseren Conversion-Rate führen.

4) Absprungpunkte reduzieren
Die Navigation auf einer Landingpage kann ein Absprungpunkt sein, der potenzielle Kunden ablenkt, was dazu führt, dass die Conversion-Rate sinkt. Das gilt besonders oft bei Besuchern, die über Google Adwords-Anzeigen auf die Landingpage gelangen und in der Suchmaschine bereits zielgerichtet nach einem Finanzprodukt gesucht haben. Bedeutet das zwangsweise, dass man die Navigation weglassen sollte? Auch hier sollte man achtsam sein, denn insbesondere bei der Suche nach Brand Keywords erwarten User auf der Landingpage bisweilen eine Navigation, die sie zu den für sie interessanten Finanzprodukten der Marke bringt. Statt also Mutmaßungen anzustellen, sollte man auch hierbei zunächst testen. Eine (suboptimale) Landingpage mit vielen Absprungpunkten könnte so aussehen wie die von Wüstenrot direct. Im Gegensatz dazu stellt die Landingpage der Bank of Scotland, die nur wenige Absprungpunkte liefert, ein Positiv-Beispiel dar.

5) Bildelemente
Ein großflächiges Bild kann Besucher emotional ansprechen und die Verweildauer auf der Landingpage verlängern. Wiederum sollte getestet werden, ob solch ein Bild tatsächlich den gewünschten positiven Einfluss auf die Conversion-Rate hat. Zudem sollten diverse Motive eingesetzt werden. Was spricht die gewünschte Zielgruppe am ehesten an: Die Darstellung von Menschen, etwa einer einzelnen Frau, eines einzelnen Mannes, einer Gruppe? Ist ein älterer oder ein jüngerer Mensch als Motiv besser geeignet oder verzichtet man ganz auf Menschen? Sollte man ein saisonal passendes Winter- oder Sommermotiv wählen? Auf all diese Fragen und viele weitere lassen sich Antworten finden, indem man Tests durchführt. Die CreditPlus Bank liefert eine beispielhafte Lösung für eine Landingpage mit großem Bild-Element.

Wer diese Tipps befolgt, ist dem Ziel der Steigerung der Conversion-Rate schon ein gutes Stück näher gekommen. Welche Möglichkeiten es darüber hinaus gibt und wie man die Testszenarien schnell und ohne großen technischen Aufwand umsetzt, erfahren Sie unter anderem bei den Conversion-Optimierungs-Spezialisten von QUISMA.



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