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Google erweitert Remarketing-Funktionen für Advertiser

Der Internetkonzern Google führte bereits vor geraumer Zeit das "Remarketing" ein, wodurch Besucher einer Website wiedererkannt und erneut angesprochen werden können. Dieser Service soll künftig stufenweise stark vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Welche Features von den Neuerungen betroffen sind, soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.

 

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Jetzt noch einfacher für Advertiser: User wiederfinden und erneut ansprechen über Google

Bisher wurden Zielgruppen erstellt, indem auf der entsprechenden Seite ein Remarketing-Tag (Code-Snippet) installiert wurde. Damit wurden Besucher einer Seite automatisch einer bestimmten Zielgruppe zugeordnet. Diese Zielgruppen konnten logisch miteinander verknüpft werden, allerdings bildete immer nur der Remarketing-Tag die Basis für die Zuordnung. Das verursachte einen erheblichen Aufwand, denn für jede noch so kleine Zielgruppe war hierfür eine Absprache zwischen AdWords- und Webseiten-Betreuer erforderlich. Zukünftig soll dieser Vorgang erheblich vereinfacht werden, indem es lediglich ein einziges Remarketing-Tag für die gesamte Website gibt. Dieser eine Code-Snippet erlaubt es, wie bisher in Google-AdWords, beliebig viele Zielgruppen-Listen zu erstellen und miteinander zu kombinieren. Diese Listen werden in Zukunft vor allem auf URL-Kriterien basieren, die auch logisch miteinander verknüpft werden können. So können Besucher basierend auf den URL-Bestandteilen kategorisiert werden. Darüber hinaus ist eine weitere Option geplant, mit der Anzeigen für bestimmte Usergruppen geschaltet werden können, die denen aus den eigenen Zielgruppen-Listen ähneln, allerdings die Website noch nicht besucht haben.

Zielgruppen in Google Analytics

Im Laufe der nächsten Wochen soll es in Google Analytics die Möglichkeit geben, Remarketing-Listen anzulegen. Dafür muss der Tracking-Code einmalig angepasst werden. So können Listen aus Analytics einem AdWords-Account zur Verfügung gestellt und dort wie bisher verwendet werden. Diese können deutlich mehr Kriterien beinhalten, wie beispielsweise die Erreichung von festgelegten Zielen (z. B. User hat die Website mindestens dreimal besucht) oder bestimmte Abfolgen von Besucherhandlungen (z. B. Einstieg über Google-Suche, dann Aufruf einer Produktdetailseite etc.).

Problematisch erscheint die Einbindung von doubleclick.net, sowohl im Remarketing-Code für Analytics als auch im neuen Remarketing-Tag von AdWords, wodurch auch die entsprechenden Tracking-Cookies zum Einsatz kommen. Das kann zur Folge haben, dass die URL der entsprechenden Tracking-Skripte von Adblockern gesperrt wird oder über doubleclick.net bereits gesperrt ist. Das würde zur Folge haben, dass Nutzer mit Adblockern durch Google Analytics nicht mehr erfasst werden.

Remarketing und Google-Suche

Normalerweise werden Remarketing-Anzeigen nur im Display-Netzwerk geschaltet, Google plant, diese testweise in der Suche zu integrieren und ermuntert Werbetreibende dazu, sich dafür freischalten zu lassen. Fraglich ist allerdings, ob die Aussteuerung personalisierter Werbung für Google möglicherweise nach hinten losgehen kann, vor allem in Deutschland, wo das Unternehmen in regelmäßigen Abständen mit Verstößen gegen den Datenschutz konfrontiert wird. Nichtsdestotrotz ermöglicht es Advertisern, User noch gezielter mit speziell abgestimmten Anzeigentexten in der Suche anzusprechen oder auch die Gebote für diese Zielgruppe separat festzulegen.

Die vereinfachte Implementierung und feinere Segmentierung sowie die erweiterte Zielgruppenansprache bieten Werbetreibenden neue Möglichkeiten im Search-Bereich. Advertiser können sich auf die Updates freuen, denn mit der entsprechenden Strategie sollte sich die Performance einer Remarketing-Kampagne erheblich verbessern lassen.



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