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Social Signals als Ranking-Booster – Hop oder Top?

Das neue Jahr stellt Unternehmen vor altbekannte und auch neue Herausforderungen. Irgendwo in der Mitte befindet sich die Bedeutung von Social Signals, die bereits seit einiger Zeit in der SEO-Gemeinde heftig umstritten ist. Dabei handelt es sich eigentlich immer nur um eine Frage: Welchen Einfluss haben Social Signals (soziale Signale) auf die Indexierung in Suchmaschinen wie Google? Kürzlich durchgeführte Studien liefern hierzu deutliche Ergebnisse. Es wird zunehmend beobachtet, dass ein Zusammenhang zwischen Social Signals und dem organischen Ranking besteht.

 

Social Signals als Einflussfaktoren auf das Suchmaschinenranking

Social Signals als Einflussfaktoren auf das Suchmaschinenranking

Marcus Tober, Geschäftsführer der Searchmetrics GmbH, hinterfragte in diesem Zusammenhang die konkrete Auswirkung der Signale auf die Suchmaschinen-Positionierung. In seinem Vortrag „Zur Hölle mit Links & Content – Was im SEO überhaupt noch zählt“ präsentierte er 2012 auf dem „SEO DAY“ in Köln sowie auf der „SEOkomm“ in Salzburg interessante Daten und Fakten. Mittels seiner Untersuchung von Januar bis Oktober 2012 konnte er beweisen, dass Facebook und Twitter als Rankingfaktoren nicht unerheblich sind. Seine Beobachtungen deuteten auch darauf hin, dass Google+ inzwischen deutlich an Einfluss auf die Positionierung gewonnen hat, gegenüber Facebook-Likes, -Comments und Tweets. So bedarf es erheblich weniger Google+-Empfehlungen, um die Rankingposition zu beeinflussen, als anderer sozialer Signale. Da liegt die Vermutung nahe, dass der Einfluss von Google+ - unabhängig von der Popularität des sozialen Netzwerks - zukünftig immer mehr Macht über Webseiten-Indexierungen gewinnen wird.

Auch Fabian Rossbacher, bekannt als SEO-Programmierer und Mitgründer von 5mal4.com, konnte belegen, dass Social Signals einen erheblichen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking haben. Seine Beobachtungen ergaben, dass ein höheres Ranking von Webseiten in Suchergebnisseiten immer mehr von Social Signals statt nur von Linkbuilding-Aktivitäten abhängt.

In Deutschland haben bereits vielen Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt und nutzen Social Media-Communities zu ihrem Vorteil. So haben die meisten Webseiten Social Buttons integriert. Laut einer Studie haben deutsche Firmen im internationalen Vergleich in dieser Hinsicht sogar die Nase vorn. Während in Deutschland knapp 15 Prozent aller Webseiten mit einem Google+-Button versehen sind, integrieren lediglich 12,9 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen den Button in ihren Internetauftritt.

Von dem Suchmaschinenriesen Google selbst kommen bisher widersprüchliche Aussagen. Matt Cutts, Leiter des Google Web Spam-Teams, wies zurück, dass die sozialen Signale bereits erheblichen Einfluss auf den Algorithmus nähmen, schloss den indirekten Einfluss allerdings nicht aus. Zudem wurde von Google angekündigt, dass Social Signals in Zukunft zu Standardkriterien in der Seitenindexierung werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Unternehmen mit Aktivitäten in Social Media-Netzwerken ihre SEO-Optimierung positiv unterstützen können. Soziale Signale allein werden sicherlich keine langfristige Poleposition im Suchmaschinenranking bringen, können jedoch im Zusammenspiel mit klassischer On-Page-Optimierung auf jeden Fall Vorteile gegenüber Wettbewerbern bringen. Es ist deshalb empfehlenswert, sich als Unternehmen mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen, um das vorhandene Potential für sich nutzen zu können.



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