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Google Glass, die Zukunft von Search?

Noch in diesem Jahr wird Google mit einem neuen Produkt die Online-Welt mit der Realität in einem beispiellosen Maße verschmelzen lassen. Der neuste Coup des Internetkonzerns heißt Google Glass und ist eine Brille, mit der Nutzer Augmented Reality in ihren Alltag integrieren können. Das Interesse an dem neuen Produkt ist erwartungsgemäß sehr hoch, denn diese Innovation wird mehr als ein neues Gadget der digitalen Welt sein. Mit der Einführung eines „digitalen Assistenten“, der einen auf Schritt und Tritt begleitet, wird Neuland betreten.

 

Google Glass, die Zukunft von Search?

Google Glass, die Zukunft von Search?

 

Einfluss von Google Glass auf das Nutzerverhalten

Mit Google Glass werden Nutzer ständig online sein und die Vorteile der digitalen Informationssuche nutzen können. So wird Usern der Weg zum nächsten Café gewiesen, Fotos und Videos können aus der Perspektive des Trägers aufgenommen, audiovisuelle Medien wiedergeben und Freunde in der Nähe angezeigt werden. Der Fantasie sind diesbezüglich kaum Grenzen gesetzt und viele Entwickler arbeiten bereits an entsprechenden Angeboten.

Auch für Werbetreibende wird das Gerät eine völlig veränderte und chancenreiche Ausgangssituation schaffen: Die mobile Zielgruppe wird nicht mehr ausschließlich auf Endgeräten wie Tablets und Smartphones erreicht, die eine aktiv eingegebene Suchanfrage benötigen. Bewegungsdaten und Standort des Nutzers ermöglichen es, die Bedürfnisse des potentiellen Kunden zu ermitteln. So kann die Brille direkt auf die Umgebung, wie z. B. eine Einkaufspassage, oder die Bewegungsgeschwindigkeit des Google-Glass-Trägers eingehen und die relevanteste Werbung für den Nutzer ausspielen.

Neue Anforderungen an die Werbung

Die neuen Möglichkeiten stellen Kreative und Planer vor neuen Herausforderungen: Mit einer PC- oder Smartphone-Textanzeige im Sichtfeld des Nutzers wird es mit der Einführung der Brille nicht getan sein. Einhergehend mit dieser Entwicklung sollten neue Werbemittelformen kreiert werden. Denkbar wären beispielsweise Videos, die betrachtete Produkte erklären oder beim Betrachten von abgestellten PKWs Informationen über das Fahrverhalten und den Spritverbrauch auf der Brille anzeigen. Auch Audiobotschaften könnten eine Renaissance erleben. So würde Google Glass auf die Frage nach einer Probefahrt des gesehenen PKWs antworten: „Den nächsten Autohändler finden Sie vorne links, eine Bank mit passender Finanzierung befindet sich direkt gegenüber.“ Darüber hinaus könnte der nächste Blumenladen oder eine gutes Tagesangebot eines Restaurants, inklusive Bewertungen, auf die Brille übertragen werden.

Da für diese Werbeform noch keinerlei Erfahrungswerte vorliegen, wird es für Werbetreibende und ihre Agenturen eine neue und sehr spannende Aufgabe sein, mit Strategien und Werbemitteln zu experimentieren. Sicher ist, dass die Ansprüche der User an ihre digitalen Assistenten und die kooperierenden Werber sehr schnell wachsen werden.



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