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Keine Cookies? Kein Problem!

Cookies sind ein heiß diskutiertes Thema, das Datenschützer in Europa regelmäßig auf den Plan ruft. Dabei dienen sie Werbetreibenden lediglich dazu, User möglichst störungsfrei von ihrer Informationssuche im Internet zum Kaufabschluss zu leiten. Die Cookies werden dafür auf den Webseiten, die der User besucht, gesetzt und Daten wie Views, Klicks, Warenkörbe oder Verweildauer, gespeichert. Das ermöglicht die Erstellung eines auf Interessen basierenden Nutzerprofils, das genutzt wird, um maßgeschneiderte Online-Werbeanzeigen zu schalten. Was bleibt jedoch Advertisern übrig, die kein Retargeting-Pixel und somit keinen Cookie setzen können?

 

Auch ohne Cookies ist Retargeting möglich

Auch ohne Cookies ist Retargeting möglich

Während Targeting als zielgerichtete Ansprache der User verstanden wird, ist Retargeting die zielgerichtete Wiederansprache. Auf diese Weise soll Werbung geschaltet werden, die für den jeweiligen User relevant und interessant ist. Gemeinsame Ziele beider Maßnahmen sind die Steigerung der Conversion-Rate sowie die Verringerung der Akquisitionskosten.

Im Detail basiert Retargeting auf Cookies des Werbetreibenden. Dazu wird ein Retargeting-Pixel auf der Shop-Seite integriert. Besucht ein User den Webshop, ruft er automatisch das Pixel ab, welches den Cookie setzt. Dieser speichert die User-Interessen anhand des Surfverhaltens auf der Shop-Webseite (welche Produkte werden angeschaut, welche in den Warenkorb gelegt etc.). Surft derselbe Nutzer zu einem späteren Zeitpunkt im Internet und wird anhand des gesetzten Cookies wiedererkannt, können ihm basierend auf den Informationen des Cookies relevante Werbemittel angezeigt werden.

Es gibt diverse Konstellationen, in denen ein Retargeting-Pixel nicht auf Shopseiten implementiert werden kann, was die Bildung eines Cookie-Pools auf Kundenseite verhindert. In diesen Fällen können Suchanfragen- oder klickbasiertes Search-Retargeting Abhilfe schaffen. Bei Letzterem werden jene User adressiert, die zuvor auf eine Google AdWords-Anzeige innerhalb der Google-Suchseiten oder Webseiten im Werbenetzwerk geklickt haben. Beim Suchanfragen-Search-Retargeting hingegen, lassen sich Nutzer basierend auf ihrer Suchanfrage gezielt ansprechen, ohne dass sie auf eine Anzeige geklickt haben.

Um ohne Implementierung des Retargeting-Pixels „Display Advertising-Retargeting“ betreiben zu können, besteht die Möglichkeit, auf einen klickbasierten Search-Retargeting-Pool zurückzugreifen. Dazu wird ein eigener Cookie-Pool im SEA-Kanal (Suchmaschinenwerbung) angelegt. Klickt der User auf eine SEA-Anzeige, fließt diese Information in den Cookie-Pool des Advertisers ein, ohne dass ein eigenes Retargeting-Pixel auf den entsprechenden Webshopseiten implementiert wurde. Dieser Pool kann anschließend im Bereich Display für eigene Retargeting-Kampagnen genutzt werden.

Für die Umsetzung von Search-Retargeting-Kampagnen ist die einzige Voraussetzung das Tracking des SEA-Kanals. QUISMA ermöglicht das seinen Kunden mit kanalübergreifendem Tracking von Kampagnen über die QUISMA Media Platform. Werbetreibende haben mit Search-Retargeting keinerlei zusätzlichen Aufwand, da auch bei laufenden SEA-Kampagnen keine Änderung der Kampagnenstruktur vorgenommen werden muss, um diese Form des Retargetings zu nutzen. Auf Search-Retargeting basierendes Display Advertising stellt eine optimale Ergänzung dar, um User auch ohne Retargeting-Pixel auf der eigenen Webseite zu erreichen. Doch auch mit eigenem Display-Retargeting-Pixel kann Search-Targeting angewendet werden. So lassen sich einzelne Segmente gegeneinander laufen oder kombinieren.

Für Online-Shop-Betreiber sollte dieses Thema gerade in Zeiten von divergierenden Datenschutzbestimmmungen in Bezug auf Cookies von höchster Relevanz sein. Eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik zahlt sich für internationale Werbetreibende auf jeden Fall aus.



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