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Google stellt eigenes Affiliate-Netzwerk ein

Gestern ließ der Internetkonzern Google überraschend verlauten, dass das hauseigene Affiliate Network eingestellt wird. In der Ankündigung wird allerdings deutlich gemacht, dass die dort aktiven Kunden und Partner während der auf einige Monate angelegten Schließung weiterhin betreut werden.

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Google stellt eigenes Affiliate Netzwerk ein

Nach der Expansion nach Europa kann man über die Gründe nur spekulieren. Google selbst argumentiert mit der Weiterentwicklung der CPA-Vermarktung (CPA=Cost-per-Action) im eigenen Haus. Während die scheinbare Stagnation im Markt ein vermeintlicher Grund für die Maßnahme sein könnte, sollte man das Vorgehen eher als Konsolidierung denn als Rückzug sehen.

Google reagiert damit auf die Professionalisierung der CPA-Vermarktung im gesamten Markt und rückt von der klassischen Bewertung des Affiliate-Kanals als Konglomerat von Geschäftsmodellen ab; hin zu einer Spezialisierung des eigenen Angebots auf die Kernkompetenzen einzelner Geschäftsmodelle (Preisvergleiche, Retargeting etc.). Darüber hinaus beugt man damit möglichen Folgen von Datenschutz-Diskussionen vor.

Weitere Fragen, die zum Europa-Launch interessant erschienen, sind damit auch unter den Tisch gefallen: Wie ging Google bei Advertisern, die ihren Affiliates das Brand-Bidding untersagen, mit den AdWords-Daten der Publisher um? Wie wurden Google-Affiliate-Links im Vergleich zu Links anderer Netzwerke von der Suchmaschine bewertet?

Insgesamt sollte dieser Vorstoß mehr als Umstrukturierung des CPA-Geschäfts angesehen werden. Auch die Ausweitung der Dienstleistungen klassischer Affiliate-Netzwerke - sei es im Content- oder Performance-Display-Bereich - ist eine ähnliche Reaktion auf diese Entwicklungen.



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