• deutsch
  • english

Der Dynamik von Suchanfragen auf der Spur

Nutzerverhalten ist keine statische Größe, sondern ändert sich fast täglich. Somit können auch bei gut verwalteten Adwords-Kampagnen mit einer Vielzahl von akribisch ausgewählten Keywords relevante Suchanfragen ins Leere laufen, da sie zum Zeitpunkt der Anfrage nicht im Keyword-Setup berücksichtigt wurden. Mit dem neuen Anzeigenformat Dynamische Suchanfragen (DSA) bietet Google seit kurzem die Möglichkeit, weitere relevante Suchanfragen zu eruieren und durch die Schaltung einer Anzeige abzugreifen: und das ohne die Zubuchung weiterer Keywords.

Mit dynamischen Suchanzeigen können mehr Suchanfragen aufgespürt werden

Mit dynamischen Suchanzeigen können mehr Suchanfragen aufgespürt werden

Damit basieren dynamische Suchanzeigen nicht auf eingebuchten Keywords, sondern werden vom Google System generiert, sobald eine Suchanfrage erfolgt, die inhaltlich zu dem Content der Zielwebseite passt. Die dynamischen Suchanzeigen nehmen somit, wie auch die keyword-basierten Anzeigen, am Google-Auktionsverfahren teil. Sie konkurrieren allerdings nicht mit den keyword-basierten Anzeigen in einem Konto, sondern werden ausgespielt, sobald eine Suchanfrage nicht durch ein bestehendes Keyword abgedeckt wird.

Im Moment der Suchanfrage wird ein Anzeigentitel aus der bestehenden Suchanfrage mit einer Ziel-URL auf Basis der hinterlegten Informationen dynamisch generiert. Bei dem Rest der Anzeige handelt es sich um eine Vorlage, die beim Aufsetzen der Kampagne erstellt wurde. Hierbei empfiehlt es sich, Texte zu verwenden, die bereits in bestehenden Anzeigen eine gute Klickrate und somit eine große Relevanz für den Nutzer vorweisen. Anhand des organischen Suchindex wird ermittelt, welche potentiellen Suchanfragen für die Produkte oder Inhalte, die auf der Ziel-Webseite angeboten werden, relevant sind. So kann festgelegt werden, dass das System nur den Content bestimmter Seiten betrachtet, die zu einer bestimmten Warengruppe oder Kategorie gehören. Zudem können jene Seiten berücksichtigt werden, die bestimmte Seiten-Titel im Browser-Tab übergeben.

Zur Ausrichtung können außerdem bestimmte Teile der URL als Indikator hinterlegt oder konkrete Schlagwörter im Seitencontent ausgewählt werden. Ebenso ist es möglich, durch negative Key-Wörter und andere Ausschlusskriterien die Ausspielung zu regulieren. Somit wird durch die ergänzende Schaltung von DSA eine zusätzliche Option geboten, inkrementellen Traffic abzuschöpfen und weitere performante Keywords zu eruieren. Das Gebot für die dynamischen Suchanzeigen sollte bei circa 60 Prozent des durchschnittlichen Konto-CPCs liegen. Entpuppt sich in der Berichtauswertung ein durch die DSA generiertes Keyword als performant, kann es durch die einfache Einbuchung in das Keyword-Setup weiterhin zur Performancegenerierung eingesetzt, eigenständig betrachtet und mit einem eigenen Gebot versehen werden. Nach Aufnahme des Keywords wird bei erneuter Suchanfrage die Anzeige aus dem Keyword-Setup generiert.

Möchte man dieses Feature zur Generierung weiterer performanter Keywords einsetzen, sollte im Vorfeld beachtet werden, dass im Zweifel das Google Conversions-Tracking zum Einsatz kommen sollte, um konvertierte Keywords zu erkennen. Obwohl generierte Conversions auch über Third-Party-Trackingtools dargestellt werden, ist nicht jedes Tool darauf ausgelegt, detailliert darzustellen, welches dynamisch generierte Keyword zur Performance geführt hat.

Vorteile bietet diese neue Google-Funktion in jedem Fall, da durch den Einsatz von dynamischen Suchanzeigen bisher nicht berücksichtigte Suchanfragen miteinbezogen werden können. Damit lässt sich das Kampagnen-Setup zusätzlich mit relevanten Keywords ergänzen, ausbauen und somit die Kampagnenperformance kontinuierlich verbessern.



Schreibe einen Kommentar





Erforderliche Felder sind mit (*) markiert.