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Mobile-Marketing – auf dem Weg zur Weltherrschaft?

Ob Bücher, Tickets oder Schuhe - der Einkauf per Smartphone oder Tablet verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen enormen Anstieg. Produktsuche und -kauf im Internet sind kaum mehr wegzudenken. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) prognostiziert diesem Trend für das laufende Jahr ein außergewöhnlich hohes Wachstum und geht insgesamt von einem Brutto-Werbeerlös von 105 Millionen Euro aus.

Mobile-Marketing – ein junger Trend auf dem Weg nach ganz oben?

Mobile-Marketing – ein junger Trend auf dem Weg nach ganz oben?

Circa 40 Prozent der Smartphone-Besitzer in Deutschland nutzen ihr Gerät zum Einkaufen. Das entspricht einer Steigerung von acht Prozentpunkten gegenüber 2012 (32 Prozent). Als investitionsstärkste Wirtschaftsbereiche lassen sich laut dem „MAC Mobile-Report 2013/01“ des BVDW für das Jahr 2012 die Automobilbranche, die Telekommunikationsbranche und der Dienstleistungssektor definieren.

Eine wichtige Rolle spielt das Mobile-Marketing in der Customer Journey. Device-Wechsel innerhalb einer Kaufentscheidung werden immer häufiger, da User meist verschiedene Endgeräte bei der Online-Recherche nutzen. Oft informiert sich der Nutzer über ein Smartphone oder Tablet, schließt den Kauf jedoch zuhause am PC oder im Büro ab. Das Wissen über diese Brüche kann durch eine perfekt abgestimmte Mobile-Kampagne genutzt werden. So kann eine Mobile-Coupon-Aktion dabei helfen, User früher konvertieren zu lassen. Mobile ist in diesem Zusammenhang hervorragend dafür geeignet, die Online-Welt mit dem Point-of-Sale in der Filiale zu verbinden und auch im Affiliate-Kanal ein absolutes Trend-Thema. Das Handy als persönlichstes aller Medien bietet die ideale Möglichkeit, Kunden gezielt überall zu erreichen. Viele bekannte Netzwerke wie Affilinet, Zanox, Belboon und Tradedoubler bieten zusätzlich mobile Tracking-Lösungen an, um Zielgruppen über mobile Endgeräte ansprechen zu können.

Nachstehend einige Geschäftsmodelle, die sich für Affiliates im Mobile-Marketing anbieten:

  • Mobile Coupons: Smartphone-User informieren sich z. B. mit einer App über Gutschein- Aktionen, werden durch einen Klick über den Coupon zu einem Onlineshop weitergeleitet oder laden den Mobile-Coupon herunter und lösen diesen in einem Geschäft ein.
  • Produkt-Tagging: Produkte, wie z. B. Mode & Accessoires, werden in Videos oder Bildern getaggt. User klicken darauf und werden zum Shoppinganbieter weitergleitet.
  • Banner-Einbindungen: Banner werden in Apps oder auf Affiliate-Seiten eingebunden. Der User wird durch einen Klick zum Anbieter weitergeleitet.

Spezialisierte Netzwerke, wie z.B. kissmyads, haben den Aufschwung des Mobile-Marketings erkannt und den Fokus bereits auf performance-basierte Kampagnen für mobile Webseiten und Apps gesetzt. Das Netzwerk Zanox generiert mittlerweile fünf Prozent seines Umsatzes über mobile Endgeräte. Aktuelle Zahlen belegen, dass das mobile Einkaufsvolumen per Smartphone und Tablet in Europa im vergangenen Jahr um mehr als 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Laut des Zanox-Mobile-Barometers 2012 ist das iPad klarer Anführer der mobilen Endgeräte. Mit 53 Prozent Umsatzanteil überholt es das Betriebssystem Android und das iPhone. Das iPad hat nicht nur bei der Anzahl der Transaktionen die Nase vorn, sondern auch beim durchschnittlichen Umsatz pro Transaktion.

Beim Mobile-Marketing handelt es sich schlussendlich nicht nur um einen kurzlebigen Trend. Die Weltherrschaft wird es wohl nicht werden, die bereits ausgewerteten Fakten sprechen jedoch eine klare Sprache: Werbetreibende sollten dem M-Commerce mehr Aufmerksamkeit schenken und sich überlegen, wie Mobile-Advertising optimal in die Vertriebsstrategie eingebunden werden kann. Mobile-Marketing ist stark im Kommen, und wer nicht auf den fahrenden Zug aufspringt, bleibt womöglich zurück.



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