• deutsch
  • english

Wichtig ist, was drin steckt: Content-Optimierung

Die Google-Updates der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Suchmaschine immer mehr Wert auf qualitativ hochwertigen Content legt. Der Inhalt einer Website ist so wichtig wie nie zuvor für die Suchmaschinenoptimierung, und die eigene Website rückt nach Jahren mit Fokus auf Offpage-Optimierung und Linkbuilding wieder stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Grammatik, die Rechtschreibung, die Texteinzigartigkeit und die Informationsarchitektur sind einige der vielen Kriterien dafür, wie qualitativ hochwertig der Inhalt der Seite ist. Wenn Besucher nach Informationen suchen, stellen sich zu kurze Texte meistens als nicht hilfreich heraus, was auch dementsprechend von den Suchmaschinen bewertet wird.

Auf den Inhalt kommt es an: Qualitativ hochwertiger Content ist unerlässlich bei der Suchmaschinenoptimierung

Auf den Inhalt kommt es an: Qualitativ hochwertiger Content ist unerlässlich bei der Suchmaschinenoptimierung

Der Seiteninhalt sollte möglichst individuell und suchmaschinenfreundlich sein und einen Mehrwert für den Nutzer bieten. Zudem ist eine ausgewogene Verwendung von Keywords (also relevante Schlagworte) auf der Seite wichtig, damit Suchmaschinen die Seite für diese Keywords als relevant einstufen. Minderwertige Texte werden von dem Suchmaschinenriesen Google inzwischen schnell identifiziert und führen in der Regel zu schlechten Rankings. Optimierter Content und natürlicher Sprachgebrauch sind das Ziel eines guten Online-Textes.

Suchmaschinenoptimierte Texte mithilfe von neuen Tools und Formeln

Die Verwendung von Keywords ist ein wichtiges Element der Content-Optimierung. Allerdings genügt es heutzutage nicht mehr, nur die Keyword-Dichte zu betrachten, vielmehr spielt die Berücksichtigung der Konkurrenz eine immer größere Rolle. Suchmaschinen bewerten mittlerweile, wie häufig Keywords auf einer Landingpage im Vergleich zu denen der wichtigsten Wettbewerber verwendet werden oder ob die Seite komplett aus dem Rahmen fällt. Wurde eine Seite im Wettbewerbsvergleich unterdurchschnittlich auf ein Keyword optimiert, so beeinflusst dies das Ranking negativ. Auch wenn sie überdurchschnittlich optimiert ist, kann dies im schlimmsten Fall als „Keyword-Spamming“ wahrgenommen werden und zu Abstrafungen durch die Suchmaschine führen. Die goldene Mitte ist also wichtig.

Die Häufigkeit eines Keywords in einem Dokument im Verhältnis zu den Wettbewerbern wird anhand des sogenannten WDF*IDF-Wertes berechnet. WDF (Within Document Frequency) ist ein Gewichtungswert, der angibt, wie häufig ein bestimmtes Keyword in einem Dokument vorkommt. Je höher dieser Wert ist, desto häufiger kommt das Wort im Dokument vor. Mit dem IDF-Wert (Inverse Document Frequency) lässt sich dieser Wert zu einer Gewichtungsformel kombinieren. Der IDF-Wert gibt an, wie oft das Keyword in Relation zu allen betrachteten Dokumenten verwendet wird.

Durch die WDF*IDF-Formel lässt sich also ermitteln, inwiefern der Content der Seite bereits für das Keyword optimiert wurde, beziehungsweise noch optimiert werden muss. Diese komplizierte Analyse kann mithilfe von WDF*IDF-Tools einfach durchgeführt werden. Hier gibt es mittlerweile eine Reihe von Anbietern; einer davon ist OnPage.org. Mit diesem Tool hat man beispielsweise die Möglichkeit, zum gewünschten Keyword (auch Fokus-Keyword genannt) eine Analyse durchzuführen, um zu ermitteln, wie das Keyword auf der eigenen Seite im Vergleich zu den Top-10-Suchergebnissen verteilt ist. Folgende Fragen können damit beantwortet werden: Wie oft wurde das Fokus-Keyword auf der Website eingebunden? Wie oft verwendet es die Konkurrenz? Gibt es Begriffe, die Konkurrenten mehr nutzen? Wurde ein Keyword im Text zu oft eingebunden, sodass die Suchmaschine die Seite eventuell als Spam einstufen könnte?

Im Folgenden ein Beispiel für den WDF*IDF-Wert anhand der Wikipedia-Seite zum Thema „Suchmaschinenmarketing“:

Auf einen Blick: Wie häufig wird das Keyword im Vergleich zu den Wettbewerbern genutzt

Auf einen Blick: Wie häufig wird das Keyword im Vergleich zu den Wettbewerbern genutzt

Die Balken in Orange zeigen die durchschnittliche Häufigkeit der verwendeten Keywords auf den Seiten der Wettbewerber. Die rote Linie stellt dar, wie oft das Keyword im Vergleich dazu auf der Wikipedia-Seite vorkommt. Wie man aus dieser Auswertung ablesen kann, könnten einige Begriffe noch häufiger verwendet werden, um im Wettbewerbsvergleich die Relevanz zu erhöhen. Dazu gehören beispielsweise „Suchmaschinenwerbung“, „Adwords“ oder auch „SEM“.

Die Ergebnisse der Analyse sind eine gute Orientierung, wie die Webseite im Vergleich zu den Wettbewerbern aufgestellt ist. Die Resultate sollten allerdings nicht als 1:1-Empfehlung aufgefasst werden, denn sie eignen sich nicht für alle Arten von Webseiten. Die WDF*IDF-Tools betrachten die Texte der gesamten Seite (inklusive Footer, Header). Für eine Shop-Seite beispielsweise wäre die Analyse deshalb nicht brauchbar, da hier kurze Beschreibungen und Aufzählungen verwendet und umfangreiche Fließtexte vermieden werden.

Fazit

Optimierter Content – aussagekräftig und qualitativ hochwertig – ist ein wichtiger Faktor, der kombiniert mit anderen SEO-Maßnahmen für ein gutes Rankingergebnis, erhöhte Besucherzahlen und eine erhöhte Wahrnehmung sorgt. Bei Webseiten mit umfangreichen Texten erweist sich das WDF*IDF-Tool als große Hilfe. Wichtig ist, die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und die Resultate als Orientierung zu sehen.

Nähere Informationen und interessante Beiträge:

https://www.online-marketing.net/termgewichtung/
http://www.karlkratz.de/onlinemarketing-blog/seo-keyword-density/



3 Kommentare

  1. […] durchschaubar. Onpage-Faktoren wie zum Beispiel eine geeignete Keyword-Usage, Umfang und WDF*IDF-Gewichtung des Textes, aber auch eine qualitativ hochwertige Linkstruktur sollten jedoch auf jeden Fall […]

  2. Granat On sagt:

    Sehr spannend! Ich habe WDF*IDF selbst ausführlich getestet und weitreichende Schlüsse daraus gezogen. Freue mich über kollegialen Austausch!

    Herzlich
    Granat On

  3. Carsten Todt sagt:

    Ich finde die Entwicklung toll. Natürlich könnte man immer noch manipulieren. Wer aber inhaltlich sinnvolle Texte schreiben möchte, kann das jetzt sogar viel besser nach den Wünschen der Suchmaschinen tun.


Schreibe einen Kommentar





Erforderliche Felder sind mit (*) markiert.