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Die Barrieren zum Mobile Targeting überwinden

Einen Kunden beim Passieren des eigenen stationären Geschäfts abfangen und zum Kaufabschluss führen – ein Traumszenario für jeden Shop-Betreiber. Auch Konsumenten stehen der Idee des mobilen Targetings offen gegenüber, wie eine Studie der GroupM Next ergeben hat. Dennoch gibt es noch Barrieren, die überwunden werden müssen.

Mobile Targeting: Wie die Hürden überwunden werden können

Mobile Targeting: Wie die Hürden überwunden werden können

GroupM Next Research fragte für eine Studie 2.000 Smartphone-Benutzer nach der Art der Werbung, die sie selbst gerne bekommen würden. 34 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gerne Informationen über Produkte in Geschäften in ihrer Nähe bekommen würden. Auch aus einer im Frühjahr veröffentlichten Studie von Harris Interactive ging bereits hervor, dass Konsumenten an einer App interessiert wären, die ihnen Coupons für Geschäfte in ihrer Nähe anzeigt. Die meisten Befragten gaben sogar an, dass sie durch den Coupon beeinflusst werden könnten, einen nicht geplanten Kauf zu machen. Die Studien zeigen damit, dass User daran interessiert sind, per Smartphone auf sie zugeschnittene Werbung zu erhalten.

Das bedeutet also, dass die Akzeptanz für mobiles Targeting grundsätzlich besteht. Eine Schwierigkeit für diesen Werbekanal ist derzeit noch von technischer Natur: Bisher kann der Standort von lediglich 15-20 Prozent der Smartphones durch die Übermittlung von Längen-und Breitengraden bestimmt werden. Damit erreicht Werbung über Geo-Targeting derzeit noch nicht die breite Masse. Das wird sich aber in naher Zukunft ändern. Zum einen, weil die Zahl der Smartphone-Besitzer weiter stetig ansteigt. Zum anderen werden W-LAN Internet und Mobilfunknetze immer weiter ausgebaut. Mobile-Targeting wird sich also rasch durchsetzen können.

Hierfür muss zunächst auf Seiten der Nutzer das Bewusstsein für die Vorteile dieser Werbeform geweckt werden. Das Stichwort heißt Daten. Da für viele Smartphone-Besitzer ihr Gerät ein wichtiger Teil ihres persönlichen Lebens darstellt, ist es verständlich, dass sie auch ihre mit dem Gerät verbundenen Daten schützen wollen. Wie bereits erwähnt, hat die Studie von GroupM Next ergeben, dass Konsumenten trotzdem gewillt sind, Informationen preiszugeben, wenn sie dafür im Gegenzug einen Mehrwert bekommen. Hierzu muss allerdings ein Umdenken stattfinden: Immerhin sind 40 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer noch der Meinung, dass Fernsehwerbung die Werbeform ist, die ihnen die meisten relevanten Informationen gibt. Das bedeutet, ihnen ist noch nicht bewusst, dass in Wahrheit mit mobilem Targeting die Werbebotschaften viel besser auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden können.

Um diese Diskrepanz zwischen Realität und Wahrnehmung zu überwinden, müssen Kunden noch mehr über Daten und ihre Verwendung aufgeklärt werden. Es muss gezeigt werden, welchen Mehrwert sie für die Preisgabe gewisser Informationen als Gegenleistung erhalten. Die Ansprache ist hierbei der erste Schritt: Die Aufklärung der Konsumenten sollte in einer kundenorientierten Sprache erfolgen. Statt die User im Fachjargon zu konfrontieren, sollten die Vorteile der zielgenauen Ansprache herausgestellt werden. Nur so kann dem Nutzer bewusst gemacht werden, welchen Nutzen Mobile Marketing für ihn haben kann.

Da Geo-Targeting noch nicht flächendeckend möglich ist, ist jetzt die beste Zeit um diese Technologie zu testen und Werbebotschaften in Echtzeit zu verschicken. Insbesondere mit Werbung, die auf der Pull-Strategie beruht, können Konsumenten in einer Weise angesprochen werden, die den Mehrwert von individueller Ansprache verdeutlicht. Ein Beispiel hierfür ist eine App, durch die ein Konsument den Kontakt mit einer Marke herstellen kann und so Angebote bekommt, die speziell auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind.

Um für den lukrativen Bereich des Mobile Advertisings die Weichen zu stellen, stehen Advertiser deshalb vor der Aufgabe neue Wege zu finden, um dem Kunden die auf der Hand liegenden Mehrwerte zu verdeutlichen. Dazu gehört die Webseite im Responsive Design zu gestalten, um die User über jedes Endgerät abzuholen. Außerdem können Anzeigen in Suchmaschinen optimiert werden, wie zum Beispiel mit der Integration des Click-to-Call-Buttons. User sind bereits mobil und Advertisern stehen damit eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, die genutzt werden sollten. In Verbindung mit Geo-Targeting ist mobiles Targeting hierbei der nächste logische Schritt.



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