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Internet of things – die Verbindung in die analoge Welt

In einer Welt mit immer mehr Nutzern von Smartphones, einer konstant ansteigenden Anzahl von Menschen mit Zugang zum Internet und immer neuen technischen Entwicklungen gibt es einen Trend, der die analoge Welt mit der digitalen Sphäre verbindet: Das „Internet of things“ (IoT).

IoT: Vernetzung in allen Bereichen – die Zukunft des Internets?

IoT: Vernetzung in allen Bereichen – die Zukunft des Internets?



Hinter IoT verbirgt sich, dass vormals analoge Geräte mit dem Internet verbunden werden und sich über Apps steuern lassen. Zu den bekanntesten Geräten gehören das „Nike Fuel“ Armband, ein Gerät, das beim Sport die Aktivitäten aufzeichnet, oder auch die Smartwatch Samsung Galaxy Gear, die als Erweiterung zum Smartphone am Handgelenk getragen wird. Mediale Aufmerksamkeit wurde dem Thema kürzlich zuteil, als Google die Akquisition der Firma Nest Labs für 3,2 Milliarden Dollar bekannt gab. Nest Labs, das von zwei ehemaligen Apple Mitarbeitern gegründet wurde, produziert Rauchmelder und Heizungsthermostate, die sich mit einem Smartphone steuern lassen und mit der Zeit die Gewohnheiten der Kunden erkennen.

Große Investitionsvolumina weisen darauf hin, dass IoT als der Zukunftsmarkt schlechthin mit reichlich Entwicklungspotenzial angesehen wird. Eine Prognose der Firma Cisco erwartet sogar einen Anstieg von heute 8,7 Milliarden mit dem Internet verbundenen Geräten auf 40 Milliarden in 2020. Für Werbetreibende stellt der enorme Datenrücklauf bei korrekter Kombination und Vernetzung das größte Potenzial dar.

IoT bietet vor allem die Chance, noch tiefere Einblicke in die Präferenzen, Gewohnheiten und Vorlieben der Kunden zu gewinnen, was folglich einen genaueren Zuschnitt der Werbung ermöglicht. Das ebnet den Weg für eine noch akkuratere Markenbildung, gezieltere Preissetzung und eine optimierte Aussteuerung von Werbung. Zu dem Potenzial des IoT meint David Daye von The Blake Project, dass damit dem Kunden Markenbotschaften an jedem Kontaktpunkt übermittelt und so eine tiefergehende Beziehung zum Konsumenten aufgebaut werden könne.*

Erkennt der Kunde einen persönlichen Vorteil in der Nutzung eines Geräts des IoT, ist er bereit, dem zugehörigen Unternehmen die für die Nutzung notwendigen Daten bereitzustellen. Dazu meint Daye, dass der Kunde willentlich ein Teil des Geschäftsmodells wird, wenn er das Produkt liebt. Die große Herausforderung liegt darin, die Vernetzung zwischen verschiedenen Herstellern und Produkten zu koordinieren und zu optimieren, um das vorhandene Potenzial optimal nutzen zu können. Die effektive Handhabung der großen Datenmengen wird ebenfalls eine Aufgabe für die betreffenden Unternehmen darstellen.

Allerdings gibt es auch Bedenken zur fortschreitenden Entwicklung des IoT: Mag die umfassende Sammlung von Daten vorteilhaft für Unternehmen sein, von Verbraucherschützern wird sie kritisch betrachtet. Hierzu müssten laut Glenn Allmedinger von der Firma Harbor Research neue Strategien bei der Datenverwendung entwickelt werden, um den Ansprüchen der Kunden in Bezug auf ihre Privatsphäre zu genügen. Gelingt dies nicht, besteht die Möglichkeit, dass sich die Kunden bei der Nutzung des IoT und der damit verbundenen Geräte zurückhalten und die Verbreitung des IoT langsamer voranschreitet als derzeit erwartet.

Entscheidend wird deshalb in Zukunft Transparenz sein: Einerseits wie und warum Daten gesammelt werden und andererseits, was genau damit passiert, wenn sie nicht mehr in der Hand des Kunden sind. Diese neuen Ansätze dem Kunden verständlich und nutzbringend zu vermitteln, wird die Marketing- und Kommunikationsstrategien beeinflussen. Wie der englische Historiker Eric Hobsbawm schon treffend erkannte: „Wir stehen am Anfang einer Ära mit Geräten, die, einmal vernetzt, ein Level an Intelligenz schaffen, das zuvor unvorstellbar war.“

*Quelle: http://eu.cmo.com/articles/2013/4/2/marketing_gets_real_iot.html



1 Kommentar

  1. Ross Cricton sagt:

    Hello Max,

    Well done, a clear overview of the next IT tsunami. Good to have someone in the family out in the swell.

    Cheers

    Dad


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