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Maßgeschneiderte YouTube-Kampagnen mit dem neuen TrueView-Format

Um ihre Zielgruppe anzusprechen, konnten Werbetreibende bisher bei YouTube TrueView-Anzeigen zwischen den Formaten In-Display, In-Stream und In-Search wählen. In-Stream basiert auf dem CPV-Modell. Dies bedeutet, dass Werbetreibende nur dann zahlen, wenn Suchende den Videospot mindestens 30 Sekunden lang, beziehungsweise komplett anschauen, sofern er kürzer als 30 Sekunden ist. Die beiden anderen Modelle basieren ebenfalls auf dem CPV-Modell, allerdings entstehen hier die Kosten bereits durch den aktiven Klick auf die Anzeige, was dann zum Abspielen des Videos führt.

Mit dem neuen TrueView-Format können Kampagnen auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten werden

Mit dem neuen TrueView-Format können Kampagnen auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten werden

Bei YouTube TrueView-Anzeigen zahlt der Werbetreibende also nur, wenn tatsächlich eine Interaktion mit dem User stattfindet. Durch dieses Preismodell hat sich Google in der Vergangenheit erfolgreich von anderen Werbeplattformen abgesetzt, die rein auf TKP-Basis abrechnen. Bei auf dem TKP-Modell basierenden Preisen müssen Werbetreibende auch dann zahlen, wenn es gar keine Interaktion mit dem User gab.

Google geht jetzt einen Schritt weiter und optimiert die Videowerbung: Das Unternehmen hat angekündigt, dass die beiden TrueView-Formate In-Display und In-Search zu einem Format verschmelzen. Diese Konsolidierung wird unter der Formatbezeichnung TrueView In-Display stattfinden und auf der YouTube-Suche, der YouTube-Watchpage und dem Google Display-Netzwerk laufen. Für TrueView In-Stream wird es dagegen keine Änderungen geben.

Ab dem 15.04.2014 stehen nur noch folgende TrueView-Formate zur Auswahl:

• YouTube TrueView In-Stream
• YouTube TrueView In-Display

Der Grund für diese Änderungen

Google möchte die Videowerbung vereinfachen und begründet diese Änderungen wie folgt:

1) Ein Format für dieselbe Nutzerinteraktion
Die Anzeigenformate sollen danach ausgerichtet werden, wie die Nutzer interagieren, um mehr Verständnis für die Zielgruppe und Synergien bei der Optimierung zu schaffen.

2) Bessere Targeting-Möglichkeiten auf der YouTube-Suche
Damit können erstmals auf der YouTube-Suche Targetingkriterien wie Interessen- und Thementargeting, Affinity Segmente, demografisches Targeting und Remarketing genutzt werden.

3) Spezifikation der Werbenetzwerke auf Kampagnenebene
Auf Kampagnenebene kann nun festgelegt werden, in welchen Netzwerken eine Anzeige laufen soll. Dies ermöglicht bessere Auswertungsmöglichkeiten über einzelne Werbemittel hinweg.

Gibt es einen Mehrwert für den Werbetreibenden?

Eine der wichtigsten Neuerungen liegt in den zukünftigen Targetingmöglichkeiten und der Interaktion des Nutzers mit den Anzeigen. Nach dem Upgrade können nun folgende Targeting-Einstellungen in allen Netzwerken, einschließlich des YouTube-Such-Netzwerks, verwendet werden:

• Demografische Ausrichtung
• Ausrichtung auf Interessengebiete
• Themenbezogenes Targeting
• Remarketing-Listen

Durch die besseren Targeting-Möglichkeiten macht Google einen wichtigen Schritt nach vorne. Die Änderungen sind vor allem für Werbetreibende von Vorteil, die Werbung schalten möchten, die für die Nutzer auch inhaltlich interessant ist – ganz egal, ob sie gerade ein Video ansehen oder danach suchen. Darüber hinaus kann die Zielgruppe mit den neuen Targeting-Optionen im Such-Netzwerk noch effektiver angesprochen werden.

Ein Praxisbeispiel hierzu:

Ein Unternehmen aus der Modeindustrie möchte eine neue Kollektion auf dem Markt einführen und hat als Zielgruppe junge Frauen mit begrenztem Einkommen festgelegt. Der Videospot wirbt für ein Unternehmen, das attraktive Mode zu günstigen Preisen anbietet. Statt wie bisher das Targeting ausschließlich über Keywords oder Interessen und Themen auszurichten, kann das Unternehmen nun die Targetingoptionen verbinden und nach Mode suchende Frauen zwischen 18 und 24 Jahren gezielter ansprechen. Des Weiteren können Besucher der Unternehmenswebseite auf YouTube über das Remarketing erneut angesprochen werden, auch wenn sie sich Videos zu anderen Themen anschauen. Somit gibt es durch die neuen Einstellungsmöglichkeiten weniger Streuverluste und das Marketingbudget kann effizienter eingesetzt werden.

Für die bereits laufenden Kampagnen nimmt QUISMA ab dem 15.04.2014 ein Upgrade vor. Dieses wird laut Google keine Auswirkungen auf die Performance laufender Kampagnen haben.



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