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Online-Check: Gütesiegel für Shops

Vertrauen wirkt sich positiv auf den Umsatz aus. Diese Erkenntnis hat sich auch im E-Commerce durchgesetzt. Eine wesentliche Rolle als vertrauensbildende Maßnahme spielen Gütesiegel. Die Siegel können zur Steigerung der Verkaufszahlen führen, belegt u.a. eine Studie des ECC Handel.

Gütesiegel als Schlüssel zum Erfolg

Gütesiegel als Schlüssel zum Erfolg

Die Befragung von über 1.000 Online-Usern ergab zudem, dass rund 74 Prozent bei der Auswahl eines Online-Shops auf Gütesiegel achten. Gerade deutsche Nutzer legen großen Wert auf vertrauensbildende Elemente. Deshalb sollten die Trust-Siegel hierzulande essenzieller Bestandteil von Online-Shops sein. Vor allem bei unbekannten Web-Stores suchen die Nutzer nach Zertifikaten, die Vertrauen vermitteln. Aber welches Siegel wird am stärksten beachtet? Welche Logos sind aussagekräftig und verlässlich?

Bei den Siegeln gibt es unterschiedliche Ansätze, nach welchen Merkmalen die Shops bewertet werden: Entweder werden die Webseiten nach Kriterien untersucht und eingestuft, oder durch Kundenbewertungen. Eine Kombination dieser Bewertungsmodelle ist auch möglich. Die Einrichtungskosten für die Siegel können zwischen null und mehreren tausend Euro liegen. Die Shop-Betreiber sollten sich im Voraus ein konkretes Ziel setzen, das sie mit dem Zertifikat erreichen möchten. Außerdem ist eine klare Kosten-Nutzen-Analyse empfehlenswert.

Die bekanntesten Siegel im Überblick

Die bekanntesten Siegel im Überblick

Das 2001 eingeführte TÜV-Zertifikat ist das bekannteste Siegel im deutschsprachigen Raum. So zeigte eine Studie, die im Jahre 2010 von der Nürnberger GfK im Rahmen des Süddeutschen Verbrauchermonitors durchgeführt wurde, dass 65 Prozent der 440 befragten E-Commerce-Nutzer das TÜV Safer-Shopping-Siegel kennen.

Auf europäischer Ebene ist das Trusted Shops-Zertifikat das bekannteste Gütesiegel. Es bescheinigt dem Inhaber, dass seine Shop-Seite ein „Rundum-sorglos-Paket“ für den Kunden garantiert. Die Kombination aus Geld-zurück-Garantie und Kundenbewertungs-System von Trusted Shops vermittelt dem Kunden Sicherheit.

Um das EHI-Siegel zu erhalten, muss der Online-Shop neben der Zahlung per Vorkasse mindestens eine weitere Zahlungsart anbieten. Außerdem wird die Seite unter anderem auf einen transparenten Bestellvorgang und einen seriösen Umgang mit den Kundendaten geprüft.

Bei dem Anbieter eKomi wird nur die Verwaltung der Kundenbewertungen übernommen. Durch eine gezielte Steuerung bringt der Anbieter die höchsten Bewertungen eines Onlineshops auf Vergleichsportale und Suchmaschinen.

Auch Google vergibt mit Google Certified Partner ein Siegel, das die Shops qualifizieren soll. Das kostenlose Google-Zertifikat prüft die Webseite gründlich, eine Anpassung des Shops an rechtliche Vorgaben ist nicht notwendig. Um das Siegel zu erhalten, müssen Versand- und Annullierungs-Feed in die Seite eingebunden werden, über die umfangreiche Informationen zu Versand und Rücksendungen an Google übermittelt werden. Der Versand-Feed ergibt sich aus der Bestellnummer, dem Versanddatum, dem Namen des Paketdienstleisters sowie dem Tracking-Code. Der Annullierungs-Feed liefert Google Informationen zu Stornierungen, doppelten Bestellungen usw. Da der Kunde sich für den Käuferschutz über ein Google-Konto anmelden muss, können Bestellungen dem jeweiligen Konto zugeordnet werden. Trotz der über die Feeds gründlichen Erfassung der Daten kann das Zertifikat nicht mit einem etablierten Gütesiegel, wie z. B. „TÜV Süd“ oder „Trusted Shops“, verglichen werden, da diese neben einer Bewertung des Shops auch einen sicheren Zahlungsvorgang sowie den Schutz von Kundendaten überprüfen und garantieren.

Der günstigste Dienstleister unter den hier betrachteten Siegeln ist shopauskunft.de, das sich auf die Betreuung von Kundenmeinungen spezialisiert hat: Durch ein eigens entwickeltes Verfahren sollen mehr Kundenbewertungen erzielt werden, die im Anschluss organisiert und auf Partnerseiten und Vergleichsportalen verteilt werden.

Tipps für Shopbetreiber

Unabhängig vom Gütesiegel sollten Online-Händler auf folgende Punkte bei der Verwendung der Trust-Elemente achten: Die Siegel sollten im Bestellprozess und im Warenkorb deutlich sichtbar sein, um dem Käufer Vertrauen zu vermitteln, die Absprungrate zu verringern und somit letztendlich die Conversion-Rate zu steigern. Die Gütesiegel sollten immer „klickbar“ sein. Auf der hinterlegten Seite sollten für den Kunden zusätzliche und relevante Informationen zu finden sein, mit denen er sich weiter über das verwendete Siegel und den Shop informieren kann. Das eine, optimale Siegel gibt es nicht. Jede Webseite ist anders, und damit variieren auch die Bedürfnisse der Nutzer. Zwar gibt es mittlerweile sehr viele unterschiedliche Zertifikate, die auf einer Seite integriert werden können, dennoch sollten diese Trust-Elemente die Seite nicht überladen. Zu viele bunte Logos wirken unseriös. Das Motto sollte deshalb auch hier lauten: Weniger ist manchmal mehr.

Fazit

Gütesiegel haben in Deutschland eine beachtliche Wirkung auf den Online-Käufer und sollten auf den Shop-Seiten vorhanden sein, um Seriosität und Sicherheit zu vermitteln. Der Nutzer entscheidet bereits nach wenigen Sekunden, ob ein Einkauf auf einer Seite getätigt wird oder nicht. Vertrauenerweckende Zertifikate können hierbei eine wichtige Rolle spielen und sollten strategisch gut platziert werden. Wo genau sie positioniert sein sollten, können Shop-Betreiber nur über Testings herausfinden. Anhand der Conversion-Raten zeigt sich dann, an welcher Stelle das Siegel optimal platziert ist. Die Siegel alleine machen aber noch keinen guten Shop aus, sondern das Gesamtprodukt aus Trust-Elementen, benutzerfreundlich aufgebauter Shop-Seite und einem einfachen und unkompliziertem Zahlungsvorgang sowie einwandfreier Ware.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem QUISMA Online-Check "Top-Gütesiegel im Überblick", der hier kostenlos heruntergeladen werden kann.



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