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Produktbeschreibungen, die nicht nur das Produkt beschreiben

Wer denkt, dass eine Produktbeschreibung (PB) einzig allein dem Zwecke dient, die Eigenschaften und Funktionen einer Ware in kompakter Form verständlich darzustellen, der irrt. PBs sollen erst sekundär potentielle Kunden davon überzeugen, einen Kauf zu tätigen und damit die Conversion Rate des Onlineshops zu steigern. Primär werden PBs aus SEO-Sicht dazu verwendet, dass Kunden, den zu bewerbenden Shop in den Suchmaschinen überhaupt erst finden. Des Weiteren darf nicht vergessen werden, dass ein Online-Shop natürlich nicht die gleichen Kaufbedingungen bieten kann, wie stationärer Einzelhandel. Die persönliche Beratung fällt oft weg. Damit der Kunde sich dennoch gut über verschiedene Produkte informiert fühlt, bedarf es detaillierten Beschreibungen des angebotenen Sortiments. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Kunde zu einem wiederkehrenden Kunden wird.

Wie beschreibt man ein Produkt user - und suchmaschinenfreundlich?

Wie beschreibt man ein Produkt user - und suchmaschinenfreundlich?

Produktbeschreibungen und Content Marketing

Was macht eine gute Produktbeschreibung aus? An dieser Stelle besteht eine direkte Verbindung zum Content Marketing. Produktbeschreibungen müssen so gestaltet werden, dass diese möglichst ansprechend auf den Kunden wirken. Dazu gehört ein Bild des entsprechenden Produktes, das idealerweise klar darstellt, welchen Nutzen die Ware mit sich bringt. Darüber hinaus können über die Bildbeschreibung (Alt-Tag) wesentliche Keywords SEO-relevant erwähnt werden. Genauso sollte der Text alle Vorzüge und positiven Eigenschaften eines Produktes erläutern. Dabei darf allerdings nicht die Leserfreundlichkeit außer Acht gelassen werden. Besteht eine Produktbeschreibung nur aus technischen Daten oder ist klar deutlich, dass die Texte vom Hersteller kommen und nicht selbst verfasst wurden, macht das einen schlechten Eindruck auf potentielle Käufer. Damit dieser den Überblick über alle wichtigen Informationen behält, sollte der Text gut strukturiert sein. Hierbei sollte auch die Call-to-Action nicht vergessen werden, um den Kunden zu einem Verkauf aufzufordern.

Detaillierte Produktbeschreibungen wie auf asos.de können Retouren verhindern

Detaillierte Produktbeschreibungen wie auf asos.de können Retouren verhindern


Die Gefahr des Duplicate Contents

Wenn diese Gesichtspunkte bedacht werden und die Produktbeschreibung alle wichtigen Informationen enthält, besteht trotzdem noch die Herausforderung, dass der Text nicht zu lang sein sollte, da es sich um eine Beschreibung handelt. Außerdem sollte er das Kriterium „suchmaschinenoptimiert“ erfüllen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die Vermeidung von Duplicate Content. Dieser ist häufig zu finden, wenn die PBs von Lieferanten oder Herstellern übernommen werden. Die entsprechenden Seiten können daraufhin in den Suchergebnissen durch eine minderwertige Einstufung nur sehr niedrig gerankt oder schlimmstenfalls komplett aus dem Google Index entfernt werden. Als Konsequenz daraus verringern sich die Zugriffe auf die jeweilige Seite und ein Anteil an potentiellen Kunden fällt weg. Deshalb sollte unbedingt auf die Verwendung von Unique Content gesetzt werden, um die Seite möglichst einfach durch den organischen Bereich von Google sichtbar werden zu lassen.

Wer viel Zeit und Mühe in die Entwicklung von Unique Content investiert, sollte auch sicherstellen, dass dieser dann nicht von anderen Webseiten kopiert wird. Dabei besteht die Gefahr, dass Google den originalen Text als Duplicate Content einstuft und die eigene Ranking-Position herabgesetzt wird. Content-Diebstahl kann zwar nicht verhindert werden, dank eines Tools von Google lässt sie sich dennoch überwachen. Google Alerts warnt hierbei vor einer Taxierung vorher platzierter Textausschnitte per E-Mail, damit entsprechende Maßnahmen, wie die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber der Webseite sofort getroffen werden können.

Google Alerts warnt per E-Mail bei Content-Diebstahl

Google Alerts warnt per E-Mail bei Content-Diebstahl



Ein weiteres Gefahrenpotential für Duplicate Content bietet die Paginierung von kategorisierten Seiten. Hierbei handelt es sich um Listen von Produkten, die auf mehreren Seiten verteilt werden. Damit diese nicht alle einzeln von Google indexiert werden, sondern jeweils immer nur die erste, sollte der HTML-Hinweiscode rel=“next“ / rel=“prev“ im Quelltext der Paginierungsseiten eingefügt werden. „Next“ ist hierbei relevant, wenn es sich um die Folgeseite handelt, „prev“ dementsprechend für die vorhergehende Seite. Somit erkennt Google, welche Seite die erste und somit auch wichtigste ist. Zudem ist es nicht unerheblich, für unterschiedliche Größen von Produkten, wie beispielsweise bei Schuhen oder Kleidung, nicht einzelne URLs zu erzeugen. Mit Hilfe eines Eingabefeldes lässt sich vermeintlicher Duplicate Content vermeiden. Ein zusätzlicher Punkt der beachtet werden muss, ist das Surfverhalten der potentiellen Käufer. Ein User am Desktop surfender User erwartet mehr Informationen in einer Produktbeschreibung als jemand, der mobil surft. Deshalb muss besonders bei der Gestaltung der Webseiten für verschiedene Endgeräte zwischen mobilen Surfverhalten und stationären unterschieden werden.

Rich Snippets sprechen die Kunden an

Um das Ranking der Verkaufsseite noch weiter zu verbessern, können mehr Klicks durch sogenannte Rich Snippets generiert werden. Diese erweitern das Suchergebnis mit Daten zu Kundenbewertungen und Informationen zu den Produkten. Durch die Verwendung von Rich Snippets wird die Aufmerksamkeit eines bestimmten Suchergebnisses erhöht, was eine höhere Klick-Rate und eventuell bessere Rankings mit sich bringt. Kundenbewertungen individualisieren zudem den Content von Produktseiten, was von Google mit einem besseren Ranking belohnt wird.

Rich Snippets geben den potentiellen Kunden auch gleich Bewertungen

Rich Snippets geben den potentiellen Kunden auch gleich Bewertungen


Interne und externe Links

Darüber hinaus gilt eine gute Verlinkung mit externen Webseiten als erfolgversprechendes Konzept für einen Online-Shop. Mit vielen glaubwürdigen Links schätzt Google eine Seite als qualitativ hochwertiger ein und rankt diese dementsprechend besser. Hierbei sollte man als Betreiber eines Online-Shops vor allem auf die Links von Lieferanten, Herstellern oder Dienstleistern setzen. Doch auch eine gute interne Verlinkung ist wichtig, besonders wenn es sich um einen größeren Online-Shop handelt. Hierbei werden Kunden andere für sie vielleicht relevante Produkte angezeigt. Das ist gut für den User und kann sich positiv auf den Umsatz auswirken.

Produktempfehlungen als Interne Verlinkung bei asos.de

Produktempfehlungen als Interne Verlinkung bei asos.de



Alles in allem lässt sich festhalten, dass eine einfache Beschreibung eines Artikels nicht automatisch alle Anforderungen einer guten Produktbeschreibung erfüllt. Diese sollte eine Symbiose aus SEO-Optimierung und Content-Marketing darstellen, um nicht nur den Ansprüchen der Kunden, sondern auch der Suchmaschinen zu genügen. Wer das bedenkt, generiert mehr Traffic für den Online-Shop und im besten Fall auch mehr Sales.



1 Kommentar

  1. […] werden nicht nur im Affiliate ein Großteil der Umsätze über dieses Werbemittel generiert. Auch Qusima beschäftigt sich mit dem Thema ausführlich in ihrem Blog. Gerade aufgrund der Bedeutung wird sich da einiges […]


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