• deutsch
  • english

User-Targeting mit spezifischen Interessen

Anfang November hat Google ein neues Feature für Kampagnen im Google-Display-Netzwerk gelauncht. Die Erweiterung des interessenspezifischen Targetings wird als „Benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen“ bezeichnet.

Interessenspezifisches Targeting - Nutzer mit dem gleichen Interesse an einer Werbebotschaft.

Interessenspezifisches Targeting - Nutzer mit dem gleichen Interesse an einer Werbebotschaft.


Diese Art von Targeting bietet Werbetreibenden die Möglichkeit, Nutzer gezielt anzusprechen, die das gleiche Interesse an einer Werbebotschaft teilen.
Zum besseren Verständnis soll an dieser Stelle das Interesse „Handtaschen und Geldbörsen“ genauer betrachtet werden: Diese Kategorie umfasst ein sehr breites Segment in Bezug auf Awareness-Steigerung für einen Anbieter. Die Erstellung benutzerdefinierter Zielgruppen ermöglicht Advertisern, ein vorher festgelegtes Publikum gezielt zu erreichen, beispielsweise die Liebhaber von Designer-Handtaschen. Für Shop-Betreiber, die in ihrem Sortiment also Handtaschen von Designern vertreiben, wird die Wahrscheinlichkeit gesteigert, die Zielgruppe auf direktem Weg zu erreichen. Gleichzeitig können Streuverluste minimiert werden.

Als Kampagnentyp muss im Setup „Nur Displaynetzwerk - Alle Funktionen“ gewählt werden. Danach können auf Anzeigegruppen-Ebene die Targeting-Einstellungen vorgenommen werden. Dazu wählt man unter dem Reiter Displaynetzwerk „Ausrichtung hinzufügen“, die Option „Interessen und Remarketing“ und im Anschluss „Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen“. Hier können die bereits zur Verfügung stehenden Zielgruppen um neue, benutzerdefinierte Interessenten ergänzt werden.

Bei diesem Vorgang müssen mindestens zehn URLs eingegeben werden, um ein neues Interesse zu definieren. Dabei sollten unter anderen folgende Punkte berücksichtigt werden:

• Die Zielseiten sollten möglichst viel Text beinhalten. Webseiten mit hauptsächlich Bildern oder Boilerplates (Templates) sollten vermieden werden.
• Der Text sollte eine hohe Relevanz für die Zielgruppe (und nur für diese) haben.
• Anstelle einer allgemeinen Homepage sollte eine spezifische Unterseite der Webseite gewählt werden (z. B. website.com/thema/unterthema anstatt website.com)
• Außerdem sollte man darauf achten, möglichst viele Unterseiten verschiedener Domains zu wählen, anstatt viele von einer einzigen Domain.

Um ein neues "Interesse" definieren zu können, müssen mindestens 10 URLs eingegeben werden.

Um ein neues "Interesse" definieren zu können, müssen mindestens 10 URLs eingegeben werden.


Nachdem die Kriterien ausgewählt wurden, bekommt der Werbetreibende eine kleine Vorschau der erwarteten Reichweite und Demographie der Zielgruppe:

Überblick für die Reichweite und Demographie der Zielgruppe.

Überblick für die Reichweite und Demographie der Zielgruppe.


Die Zielgruppe steht nach der Speicherung in der Auswahlliste im jeweiligen Konto zur Verfügung und kann auf Anzeigegruppen-Ebene als Targeting-Option ausgewählt werden.

Benutzerdefinierte Zielgruppen stehen später als Targeting-Option zur Verfügung.

Benutzerdefinierte Zielgruppen stehen später als Targeting-Option zur Verfügung.


Benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen werden von Google als zurzeit performancestärkstes Targeting im Google Display Netzwerk bezeichnet.

Sofern das Setup des Targetings richtig erfolgt ist und die Kriterien-Auswahl stimmt, könnte dies durchaus der Fall sein. Trotzdem sollten Kampagnen im Google Display-Netzwerk nach wie vor vorrangig Branding und Awareness als Ziele verfolgen.



Schreibe einen Kommentar





Erforderliche Felder sind mit (*) markiert.