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Facebook als gutes Vorbild – Desktop vs. Mobile!

Seit Jahren ist das Thema Mobile in der Online-Marketing-Landschaft das Buzzword schlechthin. So wird immer wieder betont, wie viel Potenzial in dem Kanal steckt und welche Chancen das für Werbetreibende eröffnen könnte. Oft wird im Zuge dessen spekuliert: Ist Mobile-Werbung schon bald rentabler als Desktop-Werbung? Die Antwort laut: Ja! Wie es geht, zeigt Facebook.

Facebook dient als bestes Beispiel: Mobile Werbung kann durchaus profitabler sein als Desktop-Werbung!

Facebook dient als bestes Beispiel: Mobile Werbung kann durchaus profitabler sein als Desktop-Werbung!

Bei der Customer Journey-Analyse entsteht immer noch einen Medienbruch. Der Grund dafür ist, dass es nach wie vor keine etablierte Lösung dafür gibt, wie sich Device-Wechsel abbilden lassen. Mobile und Desktop werden deshalb unabhängig voneinander bewertet und im Rahmen der Customer Journey-Analyse können sie nicht zusammengelegt werden. Zudem gibt es bisher keine Standard-Lösung für das Inn-App-Tracking. Das bedeutet, es gibt keine Informationen darüber, wie das User-verhalten innerhalb einer App ist.

Für die Marketingbeauftragten beider Bereiche gilt es, sich zusammen zu tun, um nach Lösungsmöglichkeiten für die Messprobleme zu suchen. Denn die mobile Werbung wird immer wichtiger. Wie bedeutend ihr Einfluss sein kann, beweist Facebook:

Die Einnahmen, die Facebook mit seinen Mobile-Anzeigen generiert, nehmen momentan auf beeindruckende Weise zu. Es gibt auch keinerlei Anzeichen dafür, dass sich diese Situation in nächster Zeit ändern wird. Noch 2012 ließ Facebook von offizieller Seite verlauten, dass mit den mobilen Produkten keine ausschlaggebenden Erträge erzeugt werden konnten. Es scheint also, als hätte der Social Media-Konzern in diesem Bereich eine 180°-Drehung vollzogen.

In der Branche ist bereits bekannt, dass 2013 etwa 45 Prozent der Werbeeinnahmen von Facebook aus mobilen Werbeanzeigen stammten. Diese beliefen sich auf 6,99 Milliarden US$. Bis 2016 ist laut dem Marktforschungsinstitut eMarketer allerdings zu erwarten, dass Mobile ganze 75 Prozent der Werbeeinnahmen ausmachen wird, was auf 7,39 Milliarden US$ geschätzt wird.

Sollten diese Prognosen zutreffen, ist Facebook auf dem besten Wege 2016 die 18 Milliarden-US$-Marke zu knacken, was die Einnahmen betrifft. Vorausgesetzt, dass Facebook seine mobilen Anzeigen mit den derzeitigen Prämien verkauft. Im Vergleich zu Desktop werden mobile Anzeigen generell zu geringeren Preisen angeboten. Die niedrigeren Preise lassen sich unter anderem auf die allgemeine Annahme zurückführen, dass über Mobile weniger Käufe abgeschlossen werden. Zudem bietet ein mobiles Endgerät weniger Platz für Werbung als ein traditioneller Laptop- oder PC-Bildschirm.

Facebook zeigt mit seinem mobilen Anzeigen-Angebot, wie gut es funktionieren kann. Hierzu äußerte sich EMarketer Analytikerin Debra Aho Williamson und meinte: "Facebook schafft es, seinen Usern sowohl über Desktop als auch Mobile dieselbe Social Media-Erfahrung zu übermitteln. Dies vereinfacht auch die Konvertierung der Anzeigen von Desktop auf Mobile erheblich. Da Facebook momentan steigende User-Zahlen im Mobile-Bereich verbucht, ist das Unternehmen bestens aufgestellt, die Einnahmen dieses Kanals zu steigern."

EMarketer geht davon aus, dass Facebook bis zum Jahresende eine Milliarde Mobile-User verzeichnen wird. Dieser Wert soll bis 2018 sogar noch auf 1,34 Milliarden ansteigen. Das bedeutet, dass 75 Prozent aller Nutzer mit mobilen Endgeräten auf die Seite und Apps zugreifen wird. Der größte Teil dieser User stammt gegenwärtig noch aus den Vereinigten Staaten (123,1 Millionen Mobile-Zugriffe allein in diesem Jahr). Doch auch hier soll sich wohl in den kommenden Jahren einiges ändern. Bis zum Jahr 2017 soll Indien die USA mit 167,7 Millionen Mobile Usern überholt haben. Auch andere Märkte, wie Indonesien, Brasilien und Mexiko, sollen einen immer größeren Teil des mobilen Publikums von Facebook einnehmen.

2014 machte Facebook vor allem mit einer Serie von Übernahmen auf sich aufmerksam. Immer mit der Intention verbunden, die Zugriffszahlen sowie die kommerziellen Einnahmen in Wachstumsmärkten zu erhöhen. Dazu gehörten unter anderen der Ankauf von Little Eye Labs, einem Start-up aus Bangalore, das mobile App-Analyse-Tools anbietet sowie die umstrittene Akquisition von Whatsapp. Betrachtet man diese Investitionen, ist es weniger überraschend, dass Facebook kommerzielle Erfolge im Mobile-Bereich vorzeigen kann. Gleichzeitig steigen kontinuierlich die User-Zahlen von Smartphones, wodurch immer mehr Nutzer über mobile Endgeräte auf Webseiten und Apps zugreifen. Um Werbung zukünftig effizient und effektiv schalten zu können, wird deshalb ein großes Angebot an qualitativ hochwertigen Tools, die mobiles- bzw. In-App-Tracking anbieten, immer wichtiger.



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