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Die Gerüchteküche brodelt: Kocht Apple ein eigenes (Suchmaschinen-)Süppchen?

Es heißt, in jedem Gerücht stecke ein Körnchen Wahrheit – wem dem so ist, könnte es sein, dass Apple die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine plant. Derzeit versetzt diese Annahme die gesamte Internetbrache in Aufruhr. Zwar kursieren im Netz diesbezüglich schon seit geraumer Zeit diverse Gerüchte, jetzt aber sorgt eine aktuelle Stellenausschreibung von Apple erneut für Debatten unter Experten.

Die Gerüchteküche brodelt: Plant Apple seine eigene Suchmaschine?

Die Gerüchteküche brodelt: Plant Apple seine eigene Suchmaschine?


Vermutungen, dass Apple eine eigene Suchmaschine plant, gibt es, seitdem sich Mozilla Ende 2014 von Google löste und stattdessen die Zusammenarbeit mit Yahoo als neuem Partner bekannt gab. Beinahe zeitgleich wurden ähnliche Gerüchte über Apple im World Wide Web laut: Der Vertrag, der Google die Position als Standard-Suchmaschine für Apple-Betriebssysteme sichert, läuft noch 2015 aus.

Verständlich, dass Googles Konkurrenz bereits Morgenluft witterte. Doch die Ausschreibung einer neuen Stelle scheint ein Indiz dafür zu sein, dass Apple eine neue Richtung einschlägt. Das Unternehmen befindet sich derzeit auf der Suche nach einem Projektmanager, der die Leitung für „Apple Search“ übernehmen soll und für die Entwicklung einer eigenen Suchplattform zuständig sein wird. Mit dieser Ankündigung geht Apple in die Offensive und gibt Grund zur Annahme, dass der US-Konzern seinen Eintritt in den Suchmaschinenmarkt plant. Die ausgeschriebene Anzeige enthält eine Textpassage, in der klar gemacht wird, dass es sich um eine „Suchplattform für Hunderte Millionen von Nutzern“ handelt.

Der Ausschreibung zufolge plant Apple eine Suchmaschine, die den Umgang mit Mobilgeräten und Computern revolutionieren wird. Derart große Worte wecken hohe Erwartungen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass Apple diesen auch gerecht werden könnte. Der US-Konzern ist bekanntermaßen eines der weltweit innovativsten Unternehmen, welches ungern mit Drittanbietern kooperiert: Auf mobilen Endgeräten ist Safari als Standardbrowser festgelegt, diesbezüglich können auch keine Änderungen vorgenommen werden. Auf anderen Apple-Geräten ist der Safari-Browser ebenfalls standardmäßig vorinstalliert und wird von Apple klar favorisiert. Hier besitzt der User jedoch die Möglichkeit, auch auf andere Browsertypen zurückzugreifen. Trotz allem liegt es natürlich nahe, eine eigene Suchmaschine zu entwickeln.

Welche Auswirkungen würde eine Anti-Google-Suchmaschine für Apple haben?

In erster Linie würde Apple zu einem sehr mächtigen, direkten Konkurrenten von Google werden, selbst wenn es alles andere als einfach sein dürfte, Google vom Suchmaschinen-Thron zu stoßen. Apple will die Dienste von Google nicht länger in Anspruch nehmen und setzt derzeit alles daran, Alternativen zu finden. Schon seit geraumer Zeit strebt Apple das Ziel an, sich schrittweise von Google zu lösen. So wurde beispielsweise Google Maps unlängst durch den eignen Kartendienst „Apple Maps“ auf iPhone und iPad abgelöst.

Mitten im Gerüchtechaos fällt derweil immer wieder ein Name – und zwar der von Siri, Apples Sprachassistentin. Zufall oder nicht, fest steht zumindest, dass die Suchanfragen im Internet via Siri seit iOS7 über Bing - der Suchmaschine von Microsoft - abgewickelt werden und nicht länger über Google. Experten stellen sich daher zunehmend die Frage, ob Siri zukünftig die Rolle der heimlichen Suchmaschine von Apple einnehmen wird.

Siri – die Geheimwaffe von Apple?

Diese These kommt nicht von ungefähr. Schon jetzt ist Apple Maps mit dem Sprachassistenten gekoppelt und darauf ausgerichtet, einfache Anweisungen wie beispielsweise eine Streckenberechnung oder eine klassische Navigation ausführen zu können. Persönliche Assistenten wie Siri werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, weil sie das kontextbasierte Suchen vereinfachen: Wieso erst zeitaufwändig und umständlich tippen, wenn man auch einfach nachfragen kann? Und mit jeder Sprachanfrage an Siri verliert Google potenzielle Kunden.

„Siri mag zwar aktuell ziemlich wacklig daherkommen, aber langfristig ist es eine große Bedrohung“, findet das Technologie-Portalkonglomerat Business Insider: „Wer glaubt, dass Apple hier mit Siri aufhört, muss verrückt sein. Apple baut mit Siri seine eigene Suchmaschine“, so der Standpunkt des renommierten Portals.

Um sich gänzlich von jeder Art von Konkurrenz zu lösen und die völlige Unabhängigkeit zu erreichen, würde es für Apple also deutlich Sinn machen, eine eigene Suchmaschine zu entwickeln. Was sich jedoch letztendlich hinter dem Begriff „Apple Search“ wirklich verbirgt, muss sich erst noch zeigen.



1 Kommentar

  1. […] Quisma kocht in der Gerüchteküche und heizt die Spekulationen über eine Suchmaschine aus dem Hause Apple weiter […]


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