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Mouse-Tracking – ein weiterer Baustein zur Optimierung der Conversion Rate

Conversion-Optimierung ist ein zentraler und wichtiger Bereich im Online-Marketing. Hierbei geht es darum, die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung der Conversions, also beispielsweise der Verkäufe oder Newsletter-Abonnements auf einer Webseite oder eines Online-Shops, zu finden.

Um dieses Ziel zu erreichen, und um Webseiten dahingehend zu verbessern, dass sie noch mehr Conversions generieren, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Neben der Webanalyse können die Auswertungen von Mouse-Bewegungen sehr hilfreich sein. Auf diese Weise kann der Weg bzw. die Interaktion des Kunden auf einer Webseite nachvollzogen werden. Wie effizient dieses Werkzeug wirklich ist, und welche Vorteile bzw. Nachteile damit verbunden sind, soll hier erläutert werden.

Mouse-Tracking - nur ein weiterer Baustein zur Conversionoptimierung, oder eine langfristige Lösung?

Mouse-Tracking - nur ein weiterer Baustein zur Conversionoptimierung, oder eine langfristige Lösung?

Was bietet das Tool Mouse-Tracking und worüber definiert sich die Funktionsweise?

Mouse-Tracking bezeichnet das Aufzeichnen von Videos über das Nutzerverhalten auf einer Webseite. Es bietet die Möglichkeit, Klick für Klick nachzuvollziehen und festzustellen, welche Bereiche auf der Seite besser oder schlechter wahrgenommen werden. Auch Informationen über das Scroll-Verhalten der User können erfasst werden. Dazu gehört, wie weit die Nutzer überhaupt auf der Seite nach unten scrollen oder ob wichtige Flächen eventuell gänzlich übersehen werden. Mouse-Tracking wird eingesetzt um herauszufinden, wie lange der Besucher wo verweilt und nach welcher Reihenfolge beziehungsweise nach welchem Schema er vorgeht.

Neben der Cursor-Bewegung eines einzelnen Users kann das Klickverhalten der gesamten Besucher in einer aggregierten Darstellung zusammengefasst werden. Diese sogenannten „Overlay-Maps“ zeigen farblich an, welche Bereiche von allen Nutzern besonders häufig angeklickt wurden.

Mouse-Tracking-Tools können außerdem über Formularanalysen das Verhalten der Besucher, zum Beispiel bei Registrierungen, nachvollziehen. So wird ermittelt, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, bestimmte Felder oder Platzhalter auszufüllen und wie viele Korrekturen dabei vorgenommen werden mussten. Darüber hinaus werden Fehlermeldungen angezeigt und wie häufig eine Aktion abgebrochen wurde.

Die aus der Analyse gewonnenen Daten werden als Basis für die Optimierung der Webseite verwendet. Ziel ist es, wichtige Elemente stärker in den Fokus zu rücken und die User zu animieren, auch weiter unten liegende Teile der Seiten wahrzunehmen. Anmeldeformulare werden anhand der Fehleranalyse korrigiert, um Abbruchraten und Fehlermeldungen zu minimieren.

Vorteile von Mouse-Tracking

Ein klarer Vorteil des Mouse-Trackings ist, dass „echtes“ Nutzerverhalten analysiert wird und anhand der Resultate gegebenenfalls Verbesserungspotenziale in Sachen Usability erkannt werden können. Die Optimierung kann die Conversion-Rate durchschnittlich um bis zu 20 Prozent steigern. Außerdem ist diese Lösung kostengünstig und leicht umsetzbar, da weder Probanden bezahlt werden müssen, noch Kosten für ein Usability-Labor anfallen.

Kein Allheilmittel für Webseiten

Mouse-Tracking eignet sich allerdings nicht zur langfristigen Optimierung von Webseiten. Zum einen, weil es die Ladezeit der Website erheblich beeinflusst. Zum anderen sind nach der ersten Implementierung der Änderungen keine weiteren Verbesserungen zu erwarten, da sich das Nutzerverhalten so schnell nicht grundlegend ändert. Teilweise basieren die Analysen auf Annahmen. So lässt sich nicht herausfinden, wie viele Besucher tatsächlich mit der Maus arbeiten. Und wenn der Cursor länger bewegungslos an einer Stelle verweilt, muss das nicht zwingend bedeuten, dass gerade ein Text aufmerksam gelesen wird. Mouse-Tracking-Tools behaupten zwar, dass dies bei 80 Prozent der User der Fall ist. Eine genaue Antwort kann auf diese Fragen allerdings nicht gegeben werden, da sie noch nicht genügend erforscht wurden.

Vorsicht ist auch beim Datenschutz geboten - vor allem bei ausländischen Anbietern dieser Tools, die mit den deutschen Datenschutzbedingungen nicht immer vertraut sind. Es sollte hier deshalb unbedingt auf seriöse Toolbetreiber gesetzt werden, die am besten auch zertifiziert sind.

Mouse Tracking – Eine ideale Ergänzung

Zusammengefasst lässt sich festhalten: Je besser man seine Besucher kennt, desto präziser kann die Usability der Webseite optimiert werden. Das Mouse-Tracking als alleiniges Tool macht jedoch wenig Sinn, da die Daten nicht aussagekräftig genug sind. Erst in Kombination mit anderen Trackingdaten oder einer Eye-Tracking-Analyse ergibt sich ein aufschlussreiches Gesamtbild.



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